LH Kompatscher bei Ukraine-Tagung

Ukraine: “Südtirol als Befriedungsbeispiel ethnischer Konflikte”

Freitag, 06. Mai 2022 | 18:14 Uhr

Bozen – Südtirol könne als ein Beispiel der Befriedung ethnischer Konflikte dienen. Das sagte heute Landeshauptmann Kompatscher bei einer Tagung über den Krieg in der Ukraine im Landhaus in Bozen.
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“Der Krieg in der Ukraine, den ich als Putins Krieg bezeichne, und der unser Weltordnung in Frage stellt, wirft unterschiedlichste Fragen auf”, sagte heute Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der Eröffnung der Tagung “Der Krieg in der Ukraine. Analyse und Folgen” im Innenhof des Landhauses 1 in Bozen.

LPA/Fabio Brucculeri

Die Akademie Meran und die Euregio-Plattform für Menschenrechte und Menschenwürde (Euphur) unter dem Vorsitz von Cuno Tarfusser hatte zur Tagung geladen, bei der die Rechtsprofessoren Giuseppe Nesi (Trient), Walter Obwexer (Innsbruck) und Christina Binder (Wien) sowie der aus Russland stammende und an der Universität Amsterdam lehrende Sergey Vassiliev unterschiedliche Aspekte des und Rechtsfragen im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg erörterten.

“Viele und auch ich selbst haben Putins Angriffskrieg von Anfang an als völkerrechtswidrig bezeichnet”, sagte Kompatscher. Es stelle sich die Frage, ob es sich bei dem Unfassbaren, das derzeit in der Ukraine geschehe, um Völkermord handle. Noch brennender sei die Frage, ob es einen Weg zurück zur Rechtsstaatlichkeit gebe und wie dieser aussehen könne. “Südtirol kann ein Beispiel dafür sein, wie ethnische Konflikte befriedet werden können, wie vertrauensbildende Maßnahmen zu Erfolg führen”, erklärte Landeshauptmann Kompatscher.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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34 Kommentare auf "Ukraine: “Südtirol als Befriedungsbeispiel ethnischer Konflikte”"


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N. G.
N. G.
Kinig
13 Tage 10 h

Wie kommt Kompatscher auf die Idee das wäre ein ethnischer Konflikt? Das war er nie! Es war immer nur ein Vorwand Putins seine alte UDSSR wieder herstellen zu wollen.

Chrys
Chrys
Universalgelehrter
12 Tage 22 h

@ N.G.

Doch, anfangs war es ein ethnischer Konflikt den Putin dann fuer seine Ziele ausgenützt hat. Gleich wie damals in Abchasien, Ossetien, usw. Er hat überall auf der Welt russisch stämmige Menschen “gefunden”, die es zu “beschützen” galt.
Und dann war die Vorgangsweise immer die selbe. Ausgabe russischer Pässe, Provokationen und dann Vertreibung der zivilen Bevölkerung. Z.B. hatte Abchasien in vor der Abspaltung zirka 520.000 EW und dann sind 240.000 Georgier vertrieben worden. Nicht aber dass jemand glaubt die restlichen 280.000 wären Russen gewesen.

Savonarola
12 Tage 21 h

@Chrys

das ist dann kein ethnischer Konflikt, sondern Panrussismus. Die Polen haben sich im 20. Jahrhundert ja auch so verhalten.

N. G.
N. G.
Kinig
12 Tage 20 h

@Chrys Ein ethischer Konflikt wäre, wenn diese Russen mit den Ukrainern ein Problem gehabt hätten. Dem war aber bis dahin nicht so. In den allermeisten ehemaligen Russischen Gebieten gabs diese Art von Konflikt nicht.
Genau wie hier un Südtirol, gibt es immer ein paar Fanatiker die das anders sehen und denen hat Putin gern unter die Arme gegriffen um sein Ziel zu erreichen.

N. G.
N. G.
Kinig
12 Tage 20 h

@Chrys Wir Südtiroler wollen doch auch wegen ein paar Hanswürsten nicht zurück zu Österreich! Abegesehen, dass die uns gar nicht wollen … Grins

Sigo70
Sigo70
Superredner
13 Tage 11 h

Durnwalder war ja bereits dort. Das Minsker Abkommen ging in diese Richtung. Leider hatte eine Seite kein Interesse daran diesen Konflikt zu befrieden.

Pacha
Pacha
Superredner
13 Tage 10 h

Weder die Separatisten noch die Ukraine haben sich an das Minsker Abkommen gehalten.
Jetzt kämpft Russland mit den Separatisten gegen die Ukraine und wieder will keine der beiden Seite den Konflikt beenden.

Chrys
Chrys
Universalgelehrter
13 Tage 10 h

Sigo70

ich weiß nicht auf was Sie jetzt anspielen. Ich war bei der Tagung anwesend und über die Schuldfrage an diesem Krieg wurde nicht eine einzige Sekunde gerüttelt. Im Raum stand auch, dass die Ukraine unkorrekter Weise die Rechte der russischen Minderheit beschnitten hatte. Was die Übergriffe betrifft sind diese in keiner Weise belegbar und nicht nachgewiesen, sondern eher von russischer Seite provoziert.

Sigo70
Sigo70
Superredner
13 Tage 8 h

@Chrys hier ergänzend noch ein Artikel von damals. Den Separatisten ging die Südtiroler Autonomie nicht weit genug und die ukrainische Regierung hatte auch kein Interesse.
https://www.derstandard.at/story/2000015689331/ukrainedurnwalder-beraet-separatisten

Chrys
Chrys
Universalgelehrter
12 Tage 22 h

Ich habe auch einige Artikel Durnwalders gelesen. Er genoss damals sehr hohe internationale Anerkennung.
Ihre Interpretation teile ich aber nicht. Durnwalder war stets von den Separatisten eingeladen worden und deren Ziel war nicht eine Autonomie Ihres Landes sondern die Abspaltung.
Der Ukraine kann man vorwerfen, keine aktive Friedenspolitik geführt zu haben aber da lagen die Fehler auf beiden Seiten relativ gleich verteilt. Alles ist er hoch gekommen als Russland die verdeckten Provokationen begonnen hatte.

pingoballino1955
pingoballino1955
Superredner
13 Tage 10 h

Kompatscher sollte sich um die Sanität und wichtigere Südtiroler Angelegenheiten kümmern nicht um leeres philosophieren,schade um die Zeit!

Richter
Richter
Grünschnabel
13 Tage 8 h

Südtirol als Beispiel, ein Armutszeugnis!

Black Lady
Black Lady
Grünschnabel
13 Tage 11 h

Herr Kompatscher, indem man das Südtiroler – Paket Stück für Stück abgibt???……………….

Sigo70
Sigo70
Superredner
13 Tage 10 h

“der unser Weltordnung in Frage stellt” was ist mit unserer Weltordnung gemeint? Die Vorherrschaft des Westens bzw. USA? Die Vorherrschaft des Dollars als Leitwährung?

Chrys
Chrys
Universalgelehrter
12 Tage 22 h

Unter Weltordnung versteht man die UNO Charta, die Menschenrechte, das Verbot der Kriegsführung, das Recht auf Selbstverteidigung bei einem Angriff, das Recht andere Staaten bei einem Angriff zur Hilfe zu rufen, sei es nur fuer Waffenlieferungen als auch Beistand durch Entsendung von Militär und natürlich vieles mehr. Das versteht man unter Weltordnung.
Die Vorherrschaft des Dollars hat nicht die UNO und die 1948 beschlossene “Weltordnung” bestimmt sondern der Markt. Jetzt, z.B. verlangt ja Russland, entgegen der abgeschlossenen Verträge, die Bezahlung in Rubel. Jeder Staat kann ja Preise und Bezahlung vereinbaren wie es will.

Sigo70
Sigo70
Superredner
12 Tage 20 h

@Chrys dann wurde “unsere” Weltordnung schon im Jugoslawienkrieg in Frage gestellt. Eigenartig ist, jeder der es gewagt hat Rohstoffe in anderen Währungen zu verkaufen, hatte immer irgendwelche Probleme mit der USA. Nicht umsonst heißt der US-Dollar auch Petrodollar. Ohne Deckung durch Rohstoffe und Militärstärke dahinter, wäre der Wert des Dollars nicht mehr gerechtfertigt. Durch den Verkauf in Rubel wird das ganze dominierende System seit dem 2. Weltkrieg in Frage gestellt.

Chrys
Chrys
Universalgelehrter
11 Tage 10 h
@ Sigo70 Es ist interessant, dass immer wenn man über den Ukrainekrieg redet wird eine Diskussion über alle Kriege seit dem 2. Weltkrieg losgelöst. Über alle 3 Irakkriege haben wir ja bereits lange und ausgiebig diskutiert, ebenso über den Jugoslawienkrieg. Allerdings können sich wohl sehr viele nicht mehr besonders gut über die Gründe dieses Krieges erinnern. Was die Energie Verträge betrifft, kann jeder diese abschließen wie er es will, es braucht immer mindestens 2 Unterschriften. Ich kann auch nicht Erdöl bestellen und dann Gas geliefert bekommen. Wenn ich den Preis in Dollar ausmache kann ich dann auch nicht Rubel verlangen.… Weiterlesen »
diskret
diskret
Tratscher
13 Tage 8 h

Der soll sich um den wolf kümmern das der weg kommtv nicht alle tage Schafe zerfleischt

Savonarola
13 Tage 8 h

er meint, die Ukraine soll sich jetzt von Russland unterwerfen und dann gute 20 Jahre unterdrücken lassen, dann weitere 25 Jahre schikanieren lassen, um dann vielleicht irgendwann einmal irgendwie eine Sonderautonomie zu bekommen?

spotz
spotz
Tratscher
13 Tage 11 h

mit allem drum u dran😄😄😄

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Tratscher
13 Tage 9 h

Eine starke Autonomie für Donbas wäre sicher ein guter Schritt. Dazu bräuchte es die Einsicht beider, Russland und Ukraine, dass dies eine gute Lösung ist. Wenn einer zündelt, ist ein solches Modell zum Scheitern verurteilt. Ähnliches für die Krim, wobei dort die vertriebenen Krim-Tartaren wieder ihre Heimat erhalten sollten.

Caligula
Caligula
Tratscher
12 Tage 22 h

@Selbstbewertung
Ich gebe Dir im Prinzip 100% Recht. Aber wie soll das möglich sein nach all dem was seit dem 24. Februar d. J und im Donbass auch schon davor passiert ist? Hat die Bevölkerung die Größe zu verzeihen und zu vergeben? Mit einem Putin an der Spitze Russlands nicht zu bündeln? Unglaublich schwer vorstellbar…

Caligula
Caligula
Tratscher
12 Tage 22 h

Sorry sollte “zündeln” heißen nicht bündeln..

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Tratscher
12 Tage 18 h

@Caligula: gebe dir uneingeschränkt Recht: schwer vorstellbar, wie aber (leider) auch jede andere Lösung. Es wird so und anders schwierig.

Savonarola
13 Tage 10 h

iatz woll seimer wieder amol die beschtigschtn

diskret
diskret
Tratscher
13 Tage 9 h

Selber nur alles nur auf ein dünnen faden liegt
Besetztes land sind

2x nachgedacht
2x nachgedacht
Grünschnabel
13 Tage 9 h

bla bla bla

Sag mal
Sag mal
Kinig
13 Tage 11 h

wenns nicht so traurig wär man müsste lachen. Ich wünschte diesen Menschen nicht” ein solches” Zusammenleben .

brutus
brutus
Tratscher
13 Tage 10 h

Ein Volk mit einer halben Million Einwohnern mit einem Volk mit 44 Millionen zu vergleichen …naja, da gelten andere Maßstäbe. Stichwort: Getreide maßgeblich weltweiter Einfluss auf Ernährung, Sonnenblumenerzeugung indem!
Da spielen ganz andere Faktoren mit!

Gredner
Gredner
Kinig
12 Tage 21 h

@brutus hier wird Italien mit der Ukraine verglichen: und der Donbass ist Südtirol…

nixischfix
nixischfix
Tratscher
13 Tage 8 h

um es kurz zu machen: die Autonomie geht mir schon gut, aber die ganze Freundlwirtschaft die allgegenwärtig praktiziert wird hat er aus gutem Grund verschwiegen. Kann unser lieber Arno auch weglassen, wahrscheinlich weil so selbstverständlich dass es ihm auch nicht auffällt…

Doolin
Doolin
Kinig
12 Tage 22 h

…ach Arno, in Ukraine läuft kein ethnischer Konflikt…fahr rüber und lass es dir erklären…

So ist das
12 Tage 22 h

Das sind zwei paar Schuhe Herr LH und nicht zu vergleichen. 🤔

wellen
wellen
Universalgelehrter
12 Tage 19 h

So ein Blödsinn, Südtirol als Beispiel. Das in der Ukraine ist ein brutaler Aggressionskrieg mit Massakern an der Zivilbevölkerung und atomarer Bedrohung.. Südtirol da völlig bedeutungslos.

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