Dobrindt ist einer der Unterhändler

Union und SPD einigten sich auf Gesetz zur Zuwanderung

Dienstag, 09. Januar 2018 | 17:02 Uhr

Union und SPD haben sich bei ihren Sondierungen offenbar auf ein Gesetz zur Steuerung der Zuwanderung nach Deutschland verständigt. Damit solle der Zugang qualifizierter Arbeitskräfte nach Deutschland geordnet und gesteuert werden, heißt es nach Angaben der Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland in einem Papier der Fachgruppe Wirtschaft, Verkehr und Digitalisierung.

Strittig ist dem Bericht zufolge aber noch, welchen Namen das Gesetz tragen soll. Die Union plädiere für “Fachkräftezuwanderungsgesetz”, die SPD für “Einwanderungsgesetz”. Die Unterhändler in der von CDU-Vize Thomas Strobl, CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt und SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel geleiteten Arbeitsgruppe schlagen demnach eine Fachkräftestrategie mit drei Säulen vor, einer inländischen, einer innereuropäischen sowie einer internationalen.

Im Inland seien eine “bessere Beschäftigung von Frauen”, die Qualifizierung von geringfügig Beschäftigten und bessere Rahmenbedingungen für ältere Arbeitnehmer notwendig. Durch Qualifizierung und Weiterbildung sollen Langzeitarbeitslosen neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt eröffnet werden.

In der Wirtschaftspolitik einigte sich die Arbeitsgruppe dem Bericht zufolge darauf, die Sozialabgaben “im Interesse von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bei unter 40 Prozent” zu stabilisieren. Für die Forschung und für Investitionen von Unternehmen in die Digitalisierung vereinbarten die Unterhändler demnach steuerliche Anreize.

Den Zeitungen zufolge wollen Union und SPD zudem bis 2025 einen flächendeckenden Ausbau eines Gigabit-Datennetzes in Deutschland erreichen. “Hierfür werden wir die Erlöse aus der Vergabe der UMTS- und 5G-Lizenzen zweckgebunden bereitstellen”, heißt es demnach in dem Papier der Fachgruppe.

Die Lizenzvergabe solle mit Ausbauauflagen kombiniert werden, um bestehende Funklöcher zu schließen und 5G dynamisch auszubauen. Union und SPD gehen demnach von einem öffentlichen Finanzierungsbedarf von zehn bis zwölf Milliarden Euro in dieser Legislaturperiode aus.

Verkehrsinvestitionen sollen “mindestens auf dem heutigen Niveau” fortgeführt werden. Die Umsetzung von Infrastrukturprojekten wollen Union und SPD erleichtern: “Wir werden ein Planungs- und Beschleunigungsgesetz verabschieden. Damit wollen wir deutliche Verbesserungen und noch mehr Dynamik in den Bereichen Verkehr, Infrastruktur, Energie und Wohnen erreichen”, heißt es dem Bericht zufolge in dem Papier.

Von: APA/dpa

Kommentare

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3 Kommentare auf "Union und SPD einigten sich auf Gesetz zur Zuwanderung"


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Blitz
Blitz
Superredner
8 Tage 11 h

Keiner will diese GroKo; ausser die Sesslkleber selbst !!
Also Neuwahlen; aber die Angst ist gross , vor der zukunftweisenden, wahren Volkspartei AfD !!

Dagobert
Dagobert
Superredner
8 Tage 8 h

Ich glaube dass wenn es zu Neuwahlen kommt, wirft Mamma Merkel die Flinte ins Kornfeld!

zombie1969
zombie1969
Superredner
7 Tage 22 h

Jetzt kommt erstmal der grosse Familiennachzug. Es wird spannend auf den Sozialämtern.

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