Verteilung von Hilfsgütern an Flüchtlinge in Libyen

UNO: 2,4 Mio. Menschen in Libyen auf Hilfe angewiesen

Samstag, 20. August 2016 | 14:17 Uhr

In Libyen sind nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 2,4 Millionen Menschen dringend auf humanitäre Unterstützung angewiesen. “Es fehlt ihnen an Medikamenten und Impfstoffen, und sie leiden unter der schlechten Versorgung in den Krankenhäusern”, hieß es am Freitag in einer Erklärung des UNO-Libyen-Sondergesandten Martin Kobler anlässlich des Welttags der humanitären Hilfe.

Fast 300.000 Kinder können demnach in dem nordafrikanischen Land nicht in die Schule gehen. Fast 350.000 Libyer seien zu Binnenflüchtlingen geworden. Zudem seien 270.000 Flüchtlinge aus anderen Ländern in Libyen gestrandet, wo sie nun unter prekären Bedingungen lebten. Die durch die Krise in Libyen erzeugte humanitäre Not sei “gewaltig”, erklärte Kobler.

Nach dem Sturz und dem Tod des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Zuge eines NATO-Einsatzes im Jahr 2011 war Libyen ins Chaos gestürzt. Seitdem kämpfen konkurrierende Milizen um die Macht in dem ölreichen Land. Auch die Jihadistenmiliz “Islamischer Staat” (IS) nutzte die unübersichtliche Lage, um sich in Libyen auszubreiten.

Im März nahm eine von der UNO unterstützte Einheitsregierung ihre Arbeit auf. Sie versucht seither, ihre Macht in der Hauptstadt Tripolis zu festigen und das gesamte libysche Staatsgebiet unter ihre Kontrolle zu bekommen. Im Osten des Landes gibt es jedoch weiterhin eine Gegenregierung, welche die Einheitsregierung nicht anerkennt.

Von: APA/ag.

Kommentare

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3 Kommentare auf "UNO: 2,4 Mio. Menschen in Libyen auf Hilfe angewiesen"


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maria zwei
Tratscher
1 Monat 11 Tage

Das ist der Moment um massiv vorort zu helfen…wird das nicht gemacht wird es einen weiteren großen Flüchtlingsstrom geben….

Mistermah
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

Lybien war vor dem sturz von gadaffi ein land mit funktionierender Infrastruktur und hatte eines der besten Gesundheitssysteme Afrikas.
Das Problem ist hausgemacht, so wie die flüchtlingskrise. Europa hat sich selbst zerstört, indem man die usa in ihren geopolitischen Angriffskriegen unterstützte.
Die Familie und die Rolle der Mutter wurde systematisch unterwandert mit den daraus resultierenden Geburten Rückgang und dessen folgen für die Gesellschaft.

Jogl
Tratscher
1 Monat 11 Tage

Sofort Seetaxis schicken und die Bedürftigen abholen. Hier ist Platz genug.😕

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