Rohingya wurden mit Gewalt vertrieben

UNO-Experten: Rohingya in Myanmar Opfer von Mord und Folter

Mittwoch, 11. Oktober 2017 | 11:46 Uhr

Die aus Myanmar geflüchteten muslimischen Rohingya sind nach einer Untersuchung von UNO-Menschenrechtsexperten mit Gewalt vertrieben worden. Das Vorgehen der Armee ziele darauf ab, die Rohingya dauerhaft aus ihren Siedlungsgebieten im Bundesstaat Rakhine zu vertreiben, heißt es in einem am Mittwoch in Genf vorgestellten Bericht von UNO-Ermittlern.

Rohingya berichteten unter anderem von in Brand gesteckten Häusern und Dörfern, Ermordungen und Vergewaltigungen, teilte ein Team des UNO-Büros für Menschenrechte (OHCHR) mit. Sicherheitskräfte und Zivilisten hätten die Menschenrechte verletzt, heißt es in den Bericht. Sie wollten mit ihrer Terrorkampagne Angst schüren. Die brutalen Übergriffe seien systematisch, organisiert und koordiniert gewesen. “Das UNO-Menschenrechtsbüro macht sich große Sorgen über die Sicherheit von Hunderttausenden Rohingya, die noch in der nördlichen Rhakine-Region sind”, heißt es in dem Bericht.

Die Experten sprachen Mitte September mit 65 Einzelpersonen und Gruppen von Rohingya, die im Nachbarland Bangladesch Zuflucht gefunden haben. Dort sind seit Ende August mehr als eine halbe Million Flüchtlinge angekommen.

Das mehrheitlich buddhistische Myanmar verweigert den meisten Rohingya die Staatsbürgerschaft und betrachtet sie als illegale Einwanderer, obwohl viele seit Generationen dort leben. Seitdem militante Rohingya im August 30 Sicherheitsposten überfielen, rollt eine Gewaltwelle über die Rhakine-Region.

Von: APA/dpa/ag.

Kommentare

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1 Kommentar auf "UNO-Experten: Rohingya in Myanmar Opfer von Mord und Folter"


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zombie1969
zombie1969
Superredner
12 Tage 2 h

Man sollte ganz gut aufpassen, dass man nicht wieder auf der falschen Seite aufwacht. Die Rohingyas sind genauso wenig die Guten, wie die Rebellen in Syrien die Guten sind, oder die fanatischen Horden des arabischen Frühlings. 
Das sind eher alles Verrückte, die nichts weiter im Sinn haben, als ihre religiöse Dummheit aggressiv auszuleben. Es kommt von denen nichts Wertvolles für die Weltgemeinschaft. Oder hat man schonmal von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen oder gar sozialen Errungenschaften aus den Reihen der syrischen Rebellen, Rohingyas etc. gehört. 
Dass Myanmar hier über die Strenge schlägt ist offensichtlich. Aber die haben diese Leute einfach satt.

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