UNO-Chef sieht auf absehbare Zeit keine Besserung der Krisen

UNO-Generalsekretär: Unsere Welt ist in großer Gefahr

Dienstag, 20. September 2022 | 16:30 Uhr

UNO-Generalsekretär António Guterres sieht die aktuellen Krisen auf der Welt als ernste Gefahr für die Zukunft der Menschheit. “Unsere Welt ist in großen Schwierigkeiten”, sagte Guterres am Dienstag zum Auftakt der 77. Generaldebatte der UNO-Vollversammlung in New York. Er listete diverse politische Krisen und Konflikte auf wie den Ukraine-Krieg, beklagte in dramatischen Tönen Hunger und Nahrungsmittelknappheit, explodierende Lebenshaltungskosten und soziale Ungleichheiten.

Außerdem führe die Welt einen “selbstmörderischen Krieg gegen die Natur”. Guterres mahnte: “Diese Krisen bedrohen die Zukunft der Menschheit und das Schicksal unseres Planeten.” Auch die Ideale, für die die Vereinten Nationen stünden, seien in Gefahr.

“Wir haben die Pflicht zu handeln. Und doch sind wir in einer kolossalen globalen Dysfunktion festgefahren”, beklagte der UNO-Chef. “Die internationale Gemeinschaft ist nicht bereit oder willens, die großen dramatischen Herausforderungen unserer Zeit anzugehen.” Fortschritte bei diesen Themen würden “von geopolitischen Spannungen in Geiselhaft genommen”, beklagte er. “Unsere Welt ist in großer Gefahr – und gelähmt.”

Eindringlich rief Guterres die Weltgemeinschaft auf, die immensen Probleme gemeinsam anzugehen. “Wir brauchen eine Koalition der Welt.” Es gebe Hoffnungsschimmer, betonte er zugleich. Das jüngste Getreideabkommen mit Blick auf die Ukraine-Krise etwa habe gezeigt, was internationale Zusammenarbeit leisten könne, wenn die Welt und Konfliktparteien zusammenkämen.

Guterres griff auch internationale Technologie-Konzerne in seiner Rede zum Auftakt der UNO-Generaldebatte scharf an. Social-Media-Plattformen, die auf einem Geschäftsmodell basieren, das Empörung, Wut und Negativität zu Geld macht, richten in Gemeinschaften und Gesellschaften unermesslichen Schaden an”, sagte er.

Hassreden, Fehlinformationen und Beleidigungen im Internet nähmen zu, persönliche Daten würden verkauft und die Überwachung von Menschen sei außer Kontrolle geraten. Künstliche Intelligenz gefährde zudem die Demokratie – Quantencomputer könnten mit ihrer unvergleichlichen Rechenkraft digitale Sicherheitssysteme zerstören.

Von: APA/dpa

Kommentare

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2 Kommentare auf "UNO-Generalsekretär: Unsere Welt ist in großer Gefahr"


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kaisernero
kaisernero
Superredner
11 Tage 11 h

Isch jo gonz logisch……wenn gach 3-4 menschen aff der welt, gleich viel geld hoben aswia der gonze rescht, sell konn aff dauer it guat gean……..
die poor superreichen kanntn dia poor probleme mit an fingerschnippen lösen, hunger usw………und wos tean sie zz…?? sich nu mea bereichern!!!

p.181
p.181
Tratscher
11 Tage 8 h

Zuerst die Gefahren produzieren und danach Mitleid heucheln

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