Die Lage in Ost-Ghouta spitzt sich zu

UNO-Sicherheitsrat berief Sondersitzung zu Syrien ein

Dienstag, 06. März 2018 | 19:52 Uhr

Der UNO-Sicherheitsrat hat für Mittwoch eine Sondersitzung zum Krieg in Syrien einberufen. Das Treffen sei von Frankreich und Großbritannien erbeten worden und solle um 18.00 Uhr MEZ hinter verschlossenen Türen stattfinden, hieß es am Dienstag aus Diplomatenkreisen. Diskutieren wollen die 15 Mitglieder über die per Resolution geforderte, aber nicht eingetretene, 30-tägige Waffenruhe.

Russland bot den Rebellen in Ost-Ghouta unterdessen einen sicheren Abzug für sie selbst und ihre Familien an. Das Verteidigungsministerium erklärte am Dienstag, es werde für ihren Transport durch einen sicheren Korridor sorgen, sollten sie das Angebot annehmen. Allen Rebellen, die aufgäben, garantiere Russland Immunität vor Strafverfolgung. Kämpfer, die mit ihren Familien abzögen, dürften ihre Waffen mitnehmen, hieß es weiter.

Laut UNO-Kinderhilfswerk UNICEF wurden in Syrien seit Jahresbeginn mindestens tausend Kinder getötet. In der von der syrischen Luftwaffe massiv bombardierten Rebellenenklave Ost-Ghouta sei das Leben unter der Erde zur Norm geworden, sagte Christophe Boulierac von UNICEF am Dienstag in Genf. Einige Familien harrten seit vier Wochen in Kellern aus. In einigen Kellern drängten sich 200 Menschen.

Von: APA/ag.