Ohne Friedensprozess gibt es nicht viel zu tun

UNO stellt Zypern-Präsenz infrage

Mittwoch, 19. Juli 2017 | 05:51 Uhr

Nach dem Scheitern der Friedensgespräche für Zypern wollen die Vereinten Nationen ihre Präsenz auf der Mittelmeerinsel überdenken. Die UNFICYP-Mission wurde zwar um ein halbes Jahr verlängert, wie der UNO-Sicherheitsrat am Dienstag in New York entschied. Sie werde aber ausgiebig überprüft werden, sagte Missionsleiterin Elizabeth Spehar. Ohne Friedensprozess gebe es für das Team nicht viel zu tun.

“Wir müssen zugeben, dass es ein kollektives Versagen beim Zusammenbasteln eines Abkommens gab”, sagte der zuständige UNO-Sonderbeauftragte Espen Barth Eide. Es sei aber “nicht die Zeit, um nach Schuldigen zu suchen”. Die UNO bliebe offen für eine Wiederaufnahme der Gespräche.

Die Bemühungen für eine Lösung des Zypern-Konfliktes waren Anfang des Monats gescheitert, hauptsächlich an der Frage des Abzugs der rund 35.000 türkischen Besatzungssoldaten aus dem türkisch-zypriotischen Norden der seit 1974 geteilten Insel. Ziel der seit Jahren andauernden Verhandlungen war die Bildung einer Föderation zwischen zwei politisch gleichberechtigten Bundesländern – einem griechisch-zyprischen im Süden und einem türkisch-zyprischen im Norden.

Von: APA/dpa

Kommentare

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1 Kommentar auf "UNO stellt Zypern-Präsenz infrage"


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Dublin
Dublin
Universalgelehrter
1 Monat 1 Tag

…die 35.000 türkischen Besatzungssoldaten müssen weg…dann kann man anfangen zu reden… 😥

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