„Begonnene Arbeit in der neuen Legislatur abschließen“

Unterberger setzt sich weiter für Tierrechte ein

Dienstag, 04. Oktober 2022 | 17:55 Uhr

Rom – “Das neue Parlament muss den Einsatz für mehr Tierschutz fortsetzen. Dieser ist in der letzten Legislatur in den Verfassungsrang erhoben worden. Diesem Schritt muss eine grundlegende Umgestaltung der diesbezüglichen Rechtslage erfolgen”, erklärt SVP-Senatorin Julia Unterberger in einer Aussendung zum Welttierschutztag.

Laut dem so genannten Zoomafia-Bericht der italienischen Tierschutzvereinigung LAV ist die Zahl der Strafverfahren wegen Misshandlung, Tötung oder nicht artgerechter Haltung von Tieren in Südtirol zwischen 2020 und 2021 um 15 Prozent gestiegen.

„Die derzeit bestehenden Normen und Sanktionen für diese Straftaten sind völlig unzureichend. Meist wird lediglich eine Geldstrafe festgesetzt, die weder abschreckend wirkt noch im Verhältnis zum oft großen Leid der Tiere steht. Im Justizausschuss des Senats wurden deshalb mehrere Gesetzentwürfe eingebracht – darunter einer von mir – um den Tierschutz zu erhöhen und die Sanktionen für alle Straftaten gegenüber Tieren zu verschärfen. Leider scheiterte die Umsetzung dieser Gesetzesentwürfe an der vorzeitigen Beendigung der Legislaturperiode“, erklärt Unterberger.

Dennoch seien in dieser Legislatur einige Schritte in die richtige Richtung gemacht worden: Es wurden Pelzfabriken verboten und innerhalb des Jahres 2026 wird das Kükenschreddern untersagt.

„Andererseits aber gelten Tiere im italienischen Zivilrecht immer noch als bewegliche Sachen. Im Strafrecht ist das geschützte Rechtsgut nicht das Tier, sondern das menschliche Empfinden für dieses. Die Europäische Union hat hingegen schon mit Vertrag von Amsterdam 1997 festgelegt, dass Tiere fühlende Wesen sind“, sagt Unterberger.

Darüber hinaus würden die Normen des Strafgesetzbuches in vielen Bereichen nicht oder nur teilweise gelten, und zwar für die Zucht, die Schlachtung, den Transport, den Zirkus, den Zoo sowie für erlaubte Veranstaltungen mit Tieren und für die Jagd. Ausnahme gelten demnach für rund 80 Prozent der Tiere. Für diese seien leider viele grausame Praktiken völlig legal.

„Im Bereich des Tierschutzes gibt es also noch viel zu tun. Ich hoffe, dass die begonnene Arbeit in der neuen Legislaturperiode abgeschlossen werden kann“, so Unterberger.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare
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andr
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Universalgelehrter
2 Monate 3 Tage

Bravo Frau Unterberger die Tiere brauchen unbedingt mehr Schutz.
War erst kurz auf der Fähre nach sardinien. Furchtbar ein Sattelschlepper mit Anhänger voller jungkälber höchstens 1 Monat alt. Die haben die ganze Nacht durchgeplärrt, 9 Stunden, in der früh ging es dann ohne Wasser weiter wohin weiß ich nicht . Das muss aufhören die Tiere haben Durst Hunger Angst wieviele sterben weiß ich nicht. wir sehen nur das schnitzel am Teller wieviel Leid dahintersteckt will niemand wissen🤮🤮 Mahlzeit ohne mich😡

Savonarola
2 Monate 3 Tage

vor allem Bär und Wolf brauchen Schutz, gelle

Sag mal
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Kinig
2 Monate 2 Tage

Savanarola Bär und Wolf brauchen auch Lebensraum.Aber der Mensch nahm (raubte)ALLES für Sich!!Die Tiere kamen zurück.Vielleicht war es ein Zeichen.

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