Schon Trainas Großvater war Botschafter in Österreich

US-Botschafter in Österreich schwärmt von Bundeskanzler Kurz

Mittwoch, 30. Mai 2018 | 09:34 Uhr

Der neue US-Botschafter in Österreich, Trevor Traina, ist voll des Lobes für Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). “Sebastian Kurz repräsentiert die Zukunft der europäischen Politik. Österreich ist in großartigen Händen”, schrieb Traina am Dienstagabend nach einem Treffen mit Kurz auf Twitter. “Die USA und Österreich haben eine exzellente Partnerschaft.”

Der Unterstützer von US-Präsident Donald Trump hatte sein Amt als amerikanischer Botschafter in Österreich in der Vorwoche angetreten. Bei seiner Ankunft in Wien hatte der kalifornische IT-Unternehmer vor allem seine emotionale Bindung an Österreich betont. Dieses sei das erste Land gewesen, das er als Volksschulkind Mitte der 1970er Jahre besucht hatte, und zwar auf Einladung seines Großvaters Wiley T. Buchanan, der damals US-Botschafter in Österreich war.

Traina berichtete auf Twitter von einem “großartigen ersten Treffen mit Sebastian Kurz”. Als Botschafter hoffe er, die Kooperation in den Bereichen Handel, Investitionen, Sicherheit und Kulturaustausch auszuweiten. “Wir sind einer starken und wechselseitig erfolgreichen Beziehung mit Österreich verpflichtet”, unterstrich der US-Botschafter. “Ich freue mich auch darauf, mit den österreichischen Partnern während der kommenden EU-Präsidentschaft zusammenzuarbeiten, um unsere gemeinsamen Ziele voranzubringen und die transatlantische Kooperation zu stärken.”

US-Präsident Trump geht derzeit außen- und wirtschaftspolitisch auf Konfrontationskurs mit den europäischen Staaten, die sich gegen die Verhängung von Strafzöllen sowie gegen den Iran-Atomdeal gerichtete Sanktionen wehren. Bundeskanzler Kurz hatte den US-Präsidenten dafür scharf kritisiert. Die USA gefährde europäische Wirtschaftsinteressen, daher stellen “wir uns entschieden gegen die Politik” Trumps, sagte Kurz Mitte Mai beim EU-Gipfel in Sofia. Trump müsse die “Message” der EU-Staaten akzeptieren, forderte er eine dauerhafte Ausnahmeregelung von den umstrittenen Strafzöllen. Den US-Ausstieg aus dem Atomdeal mit dem Iran bezeichnete der ÖVP-Chef kürzlich in einem deutschen Zeitungsinterview als “bedauerlichen Fehler”, die US-Außenpolitik sei “unberechenbar geworden”.

Von: apa

Kommentare

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1 Kommentar auf "US-Botschafter in Österreich schwärmt von Bundeskanzler Kurz"


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Paul
Paul
Universalgelehrter
21 Tage 18 h

wird hoffentlich schon bald in den meisten EU. Länder so kommen! Die Lobbyisten habens einfach übertrieben und das Volk hat die Schnauze gestrichen voll von diesen Schädlingen und Parasitten

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