US-Botschafterin appelliert an Einigkeit gegenüber Russland

US-Botschafterin betont Wirksamkeit von Russland-Sanktionen

Mittwoch, 24. August 2022 | 05:03 Uhr

Vor dem Hintergrund der Sanktionsdebatte hat US-Botschafterin Victoria Kennedy die Wirksamkeit der Strafmaßnahmen gegen den Aggressorstaat Russland hervorgestrichen. “Trotz Putins Behauptungen, Russland stehe besser da als die EU, sagen die tatsächlichen Zahlen das Gegenteil”, betonte Kennedy am Mittwoch in einer der APA übermittelten Stellungnahme. Auch werde der Kreml seine Maßnahmen zur Stützung der eigenen Wirtschaft auf lange Sicht nicht aufrechterhalten können.

Kennedy erinnerte daran, dass die Sanktionen den Kreml dazu zwingen sollen, “seine gewalttätigen Handlungen einzustellen”. Die Maßnahmen forderten bereits einen Tribut von der russischen Wirtschaft und hätten “eine beispiellose (und unhaltbare) Intervention des Kreml” erforderlich gemacht, um Schaden abzuwenden. Unter Verweis auf Experten betonte Kennedy jedoch, “dass die russische Regierung ihre Hinhaltetaktik angesichts der Ausweitung und Verschärfung der Sanktionen auf längere Sicht nicht aufrechterhalten kann, und dass die wahren Kosten ihres Handelns für das russische Volk schmerzlich spürbar werden”.

Die russische Wirtschaft sei im zweiten Quartal um vier Prozent geschrumpft, während jene der EU um den gleichen Prozentsatz gestiegen sei, betonte Kennedy. Auch habe Russland bereits zwei Schuldentilgungsfristen versäumt “und ist zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrhundert mit der Rückzahlung der Fremdwährungsschulden in Verzug geraten”. Sanktionen insbesondere im Hochtechnologiebereich hätten bereits zu Engpässen geführt und werden mit der Zeit vor allem die Herstellung und Wartung von militärischem Gerät weiter beeinträchtigen.

Die US-Botschafterin äußerte sich anlässlich des Halbjahrestages des Kriegsbeginns in der Ukraine am heutigen Mittwoch, der zugleich der 31. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung des Landes ist. “Während die Sanktionen Putins Kriegsführungsfähigkeiten weiterhin beeinträchtigen, verteidigen die ukrainischen Streitkräfte ihr Land erfolgreich, und das ukrainische Volk ist geeinter denn je”, bilanzierte Kennedy. Die USA und ihre europäischen Partner seien in ihrer Unterstützung Kiews “geeinter denn je”. “Wir stehen an der Seite der Ukraine, weil es das Richtige ist”, betonte sie. Schließlich seien “Grenzen und Nahrungsmittellieferungen nicht verhandelbar” und “die Menschenrechte unumstößlich”.

“Wir werden weiterhin an der Seite der Ukraine stehen und ihren Kampf ums Überleben unterstützen, während wir gleichzeitig daran arbeiten, die europäische Sicherheit und die demokratischen Werte zu stärken”, versicherte Kennedy. Sie unterstrich, dass die Unterstützung der Ukraine nicht nur von den Regierungen der USA und ihrer Partner, sondern auch von “der breiten Bevölkerung” getragen werde. Zudem sei der russische Angriff von der UNO-Generalversammlung aufs Schärfste verurteilt worden und habe zwei Länder dazu veranlasst, die NATO-Mitgliedschaft zu beantragt.

Kennedy betonte zugleich, dass die Folgen des russischen Kriegs nicht auf die Ukraine beschränkt seien. Die Aggression habe nämlich den weltweiten Getreidehandel ins Wanken gebracht “und gefährdet die Ernährungssicherheit vieler Menschen”. Außerdem habe die Krise die Inflation und die Preise “in der ganzen Welt in die Höhe getrieben”.

Nachdem die FPÖ schon seit längerem ein Ende der Russland-Sanktionen fordert und diesbezüglich auch eine Volksbefragung ins Spiel gebracht hat, gab es jüngst auch aus den Reihen der Kanzlerpartei ÖVP relativierende Stimmen. Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) stellte sich diese Woche jedoch klar hinter die Sanktionen und betonte zugleich, dass es diesbezüglich “keinen Widerspruch” zu früheren Äußerungen des oberösterreichischen Landeshauptmanns Thomas Stelzer (ÖVP) und des wahlkämpfenden Tiroler ÖVP-Obmanns Anton Mattle gebe. Wenn man deren Interviews “genau liest”, stehe darin ausdrücklich, dass die Sanktionen notwendig seien. Doch sei es zugleich “notwendig, richtig und legitim” dafür einzutreten, dass man evaluiere, ob die Sanktionen auch “treffsicher” seien, so Nehammer.

Von: apa

Kommentare

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15 Kommentare auf "US-Botschafterin betont Wirksamkeit von Russland-Sanktionen"


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N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 10 Tage

Vor allem wirken die Sanktionen zur Zeit im Westen!

Faktenchecker
1 Monat 10 Tage

Einfach nur eine Falschaussage.

Galantis
Galantis
Superredner
1 Monat 10 Tage

..N.G. ihre Worte klingen wie Propaganda aus Russland!

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 10 Tage

@Faktenchecker Tja, was zahlst du denn so im Monat an Unterhaltungskosten? Steigt deine Rente um 10%? Hat sich durch die Sanktionen am Krieg etwas verändert? Was denn genau?

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 10 Tage

@Galantis Ne, warum denn? Schau dir unsere Wirtschaft an! Natürlich schädigen sie Russland, bestreite ich gar nicht aber z. Z. uns mehr. Und noch ist nicht Ende der Fahnen Stange!
Ich kann mir die Sanktionen und die hiesigen Auswirkungen leisten. Wer noch?

Faktenchecker
1 Monat 8 Tage

Meine Unterhaltungskosten für Klassische Konzerte sowie anspruchsvoller Pop und Rock.

sarkasmus
sarkasmus
Tratscher
1 Monat 10 Tage

Jo wenn die das sagt dann glauben wir das eben

Faktenchecker
1 Monat 10 Tage

Hirn auf Urlaub?

GTH
GTH
Superredner
1 Monat 10 Tage

@Faktenchecker du dauercamper

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 8 Tage

@Faktenchecker Deines in Rente gegangenen?

Aurelius
Aurelius
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

die Wirksamkeit spüren wir bie der Geldtasche

Faktenchecker
1 Monat 10 Tage

Nicht so wie Putin.

“Sanktionen gegen Russland
Bleibt dabei, sie wirken”

https://www.deutschlandfunkkultur.de/sanktionen-gegen-russland-wirkung-100.html

Look_at_Yourself
Look_at_Yourself
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

 `
Russland soll sich aus der Ukraine vertschüssen,
dann können auch die Sanktionen beendet werten.
Übrigen, der belarussische Präsident hat heute einige bemerkenswerten Sätze gesagt:

Lukaschenkohat der Ukraine zum
Unabhängigkeitstag gratuliert. „Ich bin mir sicher, dass die heutigen
Widersprüche das jahrhundertelange Fundament guter nachbarschaftlicher
Beziehungen zwischen den Völkern beider Länder nicht zerstören können“,
sagte er laut einer Mitteilung des belarussischen Präsidentenamts.
Belarus
werde „auch weiterhin“ dafür einstehen, „Eintracht und die Entwicklung
freundschaftlicher, respektvoller Kontakte auf allen Ebenen“ zu wahren.
„Das Oberhaupt des belarussischen Staats hat den Ukrainern
einen friedlichen Himmel, Toleranz, Mut, Kraft und Erfolg bei der
Wiederherstellung eines würdevollen Lebens gewünscht“, heißt es
abschließend in der Mitteilung.

Kommt da vielleicht eine Wende?

Supergscheider
Supergscheider
Superredner
1 Monat 10 Tage

Auf jeden Fall,
10% Inflation
Massive Teuerung in allen Sparten
Voraussichtliche Hungerkatastrophe in armen Länder
Energiepreise ohne Diskussion
Scheinheiligiges,wir kaufen anderswo.
Usw,usw,usw!
Um es nicht zu verwechseln, die Sanktionen wirken wirklich,es fragt sich nur wo?

Privatmeinung
Privatmeinung
Superredner
1 Monat 10 Tage

Da hat sie sicher Recht, für die USA steigt der Umsatz sicher.

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