USA schickten Flugzeugträger los

US-Flugzeugträgergruppe auf Weg zur Koreanischen Halbinsel

Sonntag, 09. April 2017 | 06:10 Uhr

Vor dem Hintergrund der Bedrohung durch das Atomprogramm Nordkoreas hat die US-Armee eine Flugzeugträgergruppe in Richtung der Koreanischen Halbinsel entsendet. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, um die Präsenz und Bereitschaft in der westlichen Pazifikregion zu stärken, sagte ein Armeesprecher am Samstag. Die Maßnahme dürfte die Spannungen in der Region weiter verschärfen.

Die größte Bedrohung in der Region stelle nach wie vor Nordkorea durch sein “rücksichtsloses, unverantwortliches und destabilisierendes” Raketen- und Atomprogramm dar, sagte Dave Benham vom US-Kommando in der Pazifikregion. Zu der Flugzeugträgergruppe gehören die USS Carl Vinson der Nimitz-Klasse, ein Kampfflugzeug-Geschwader, zwei Lenkwaffenzerstörer und ein Kreuzer.

Ursprünglich sollten der Flugzeugträger und seine Begleitschiffe in Australien Halt machen. Stattdessen legte die Gruppe in Singapur ab und nahm Kurs auf den westlichen Pazifischen Ozean.

Nordkorea unterhält trotz umfassender Sanktionen seit Jahren ein Atomwaffenprogramm. Seit 2006 hat das Land insgesamt fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Experten gehen anhand von Satellitenaufnahmen davon aus, dass derzeit ein sechster Test vorbereitet werden könnte.

Zugleich arbeitet die Führung in Pjöngjang an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten. US-Geheimdienstbeamten zufolge könnte Pjöngjang in weniger als zwei Jahren einen Atomsprengkopf entwickeln, der das US-Festland erreichen könnte.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt gedroht, die USA seien notfalls zu einem Alleingang bereit, wenn China im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm nicht den Druck auf Pjöngjang erhöhe. Angesichts des jüngsten US-Angriffs auf eine syrische Luftwaffenbasis als Reaktion auf einen mutmaßlichen Giftgas-Angriff vor wenigen Tagen erscheinen die Drohungen gegen Nordkorea zunehmend glaubhafter.

Nordkorea wiederum hatte gedroht, zu einem “erbarmungslosen Schlag” bereit zu sein, falls das Land von den USA provoziert werde. Die Führung in Pjöngjang hatte zuletzt den US-Raketenangriff in Syrien mit scharfen Worten kritisiert und als Beleg für die Notwendigkeit seines eigenen Atomprogramms bezeichnet. Die “Wirklichkeit” zeige, “dass wir Stärke mit Stärke gegenübertreten müssen”, hieß es von Außenministerium in der nordkoreanischen Hauptstadt.

Analysten hatten erklärt, der US-Luftangriff in Syrien habe eine klare Botschaft an Nordkorea enthalten, dass die US-Regierung nicht vor einer militärischen Option zurückschrecke.

Von: APA/ag

Kommentare

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12 Kommentare auf "US-Flugzeugträgergruppe auf Weg zur Koreanischen Halbinsel"


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zockl
zockl
Tratscher
14 Tage 12 h

der Irre in Korea muß mal merken, daß er sich nicht alles erlauben kann…

NixNutz
NixNutz
Tratscher
14 Tage 12 h

oh je… was haben sich die ganzen us waehler bei trump sonst anderes erwartet?? 😢

Kurt
Kurt
Universalgelehrter
14 Tage 9 h

spielt Trump wohl nicht mit dem Feuer?
Zuerst redete er immer davon, mehr auf Amerika selbst zu schauen und nicht Weltpolizist zu spielen, und doch poltert und böllert er durch die Welt😉

wolke5
wolke5
Tratscher
14 Tage 9 h

Wahrscheinlich hat die Welt einen Trump gebraucht um endlich zur Besinnung zu kommen.

Kurt
Kurt
Universalgelehrter
14 Tage 7 h

@wolke5
ohne U N Mandat?

enkedu
enkedu
Universalgelehrter
14 Tage 1 h

@Kurt Uno und Nato sind umsonst. Sobald Entscheidungen fallen, gehen diese immer an ihnen vorbei.

Kurt
Kurt
Universalgelehrter
14 Tage 9 h

Nach seinen innerparteilichen Niederlagen hat Trump endlich ein Mittel gefunden, das ihm Aufmerksamkeit und Applaus verschafft. Also sorgt der Narzisst für Nachschub in der Hoffnung, dass der Applaus weiterhin Der Mann ist der größte Garant für den Ausbuch eines 3. WK. Der überschätzt sich, spätestens seit dem 2. WK ist bewiesen, dass auch die größte Streitmacht einen Mehrfrontenkrieg nicht schafft, zudem ist die USA kriegsmüde, spätestens wenn s Bodentruppen braucht!
Trump hat nicht die geringste Fähigkeit, Zusammenhänge zu kennen und Risiken abzuschätzen. 😤

gauni2002
gauni2002
Superredner
14 Tage 9 h

“Traue keinem Frieden, wenn Krieg geplant ist”
Friedensmissionen enden eben oftmals im Krieg, und wenn man bedenkt, dass man Obama einst den Friedensnobelpreis sogar verlieh, dann ist dieses der beste Beweis, dass es keine hundertprozentige Kristallkugel gibt, mit der man vorhersehen kann. 

zombie1969
zombie1969
Superredner
14 Tage 4 h

Nordkorea stellt eine Gefahr dar, der man beim Wachsen zusehen kann. Diese Gefahr wird von Jahr zu jahr grösser und könnte einen Punkt erreichen, ab dem sie nicht mehr beherrschbar ist.
China trifft hier die eigentliche Verantwortung. Und China ist auch das einzige Land, das hierfür noch eine nichtmilitärische Lösung finden kann.
Ist China dazu nicht bereit, wird nichts anderes übrig bleiben, als militärisch zu intervenieren. Das kann wiederum nur die USA übernehmen. So wenig wünschenswert das auch immer ist.

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
14 Tage 3 h

@ Kurt
ja sie würden sowas wohl eher der Mutti zu trauen 😀
die kann die Dinge einschätzen das stimmt …………
so ein ………….

Kurt
Kurt
Universalgelehrter
14 Tage 1 h

sie ist besonnen, Trump ist sprunghaft und unberechenbar, so sehe ich es😉

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
14 Tage 5 h

Trump,Putin und China sollen den ………….. aus der Bahn nehmen und fertig befor er wirklich was anstiefelt , dazu braucht es keine bürokratische Sesselkleber Erlaubniss weder UN noch sonstwas .
Es ist höchste Zeit endlich zu handeln und nicht quaquaraqua .

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