Ein Gespräch zwischen Trump und Kim gab es keines

US-Gespräche mit Nordkorea auf höchster Ebene

Mittwoch, 18. April 2018 | 15:18 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat das persönliche Treffen zwischen dem CIA-Chef und designierten Außenminister Mike Pompeo und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un offiziell bestätigt. Allerdings fand es laut Trump erst vergangene Woche statt, während verschiedene Medien zuvor von einem Gespräch zu Ostern berichtet hatten.

Das Treffen in Nordkorea sei “sehr reibungslos verlaufen”, schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter. Die Details eines Gipfeltreffens würden der zeit ausgearbeitet. Als Termin für ein direktes Gespräch zwischen Trump und Kim war bisher Ende Mai, Anfang Juni im Gespräch gewesen.

Am Rande eines Treffens mit Japans Regierungschef Shinzo Abe in seinem Domizil Mar-a-Lago (Florida) sagte Trump: “Ich glaube wirklich, dass es viel guten Willen gibt.” Man werde sehen, was passiert. “Es ist das Endresultat, das zählt”, sagte Trump.

Für ein persönliches Treffen mit Kim stellte Trump nun den frühen Juni in Aussicht. Bisher war für ein mögliches Gespräch der beiden immer der späte Mai genannt worden. Einschränkend sagte Trump, es sei auch möglich, dass ein Treffen mit Kim nicht zustande komme. Dies hänge wesentlich vom Erfolg zuvor stattfindender Gespräche zwischen Seoul und Pjöngjang ab. Wo das Gespräch mit Kim stattfinden würde, ist nach wie vor offen. Trump sagte, in der engeren Auswahl seien fünf Orte. Keiner davon liege in den USA.

An die Adresse Süd- und Nordkoreas gerichtet, meinte der US-Präsident: “Sie haben meinen Segen, ein Ende des Krieges zu diskutieren. Es passiert genau jetzt.” Die beiden Länder hatten nach dem Korea-Krieg in den fünfziger Jahren lediglich ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen, daher befinden sie sich formal noch im Kriegszustand. Die Äußerungen Trumps könnten darauf hindeuten, dass Südkoreas Präsident Moon Jae-in und Kim bei ihrem Gipfel in zehn Tagen über ein Friedensabkommen zwischen beiden Ländern verhandeln könnten.

An die Adresse seines Gastes Abe gerichtet, sagte Trump, Japan und die USA stünden in der Nordkorea-Frage im Schulterschluss zusammen. Aus Japan hatte es zuletzt Kritik daran gegeben, dass Tokio als Alliierter und Anrainer von einem möglichen Gespräch Trumps mit Kim überrascht worden war.

Von: APA/dpa/ag.