Biden kritisierte Trumps Äußerungen zum Tod von Powell

US-Präsident Biden greift Trump ungewöhnlich deutlich an

Mittwoch, 27. Oktober 2021 | 05:08 Uhr

US-Präsident Joe Biden hat es zuletzt meist vermieden, Donald Trumps Namen in den Mund zu nehmen – nun hat der Demokrat seinen republikanischen Vorgänger ungewöhnlich deutlich angegriffen. Bei einem Auftritt im Bundesstaat Virgina kritisierte er am Dienstagabend unter anderem Trumps Äußerungen über den vorige Woche gestorbenen Ex-Außenminister Colin Powell.

Die Attacke gegen Powell sei “beleidigend” gewesen. “Ich würde ja sagen, es ist unglaublich”, sagte Biden in Arlington. Aber: “Das war es nicht. Trump hat dasselbe mit (seinem scharfen innerparteilichen Widersacher) John McCain gemacht. So ist Donald Trump nun einmal.”

Trump hatte darüber gespottet, dass Powell von den “Fake-News-Medien” nach seinem Tod gut behandelt worden sei, obwohl er “große Fehler in Sachen Irak” gemacht und einen Militäreinsatz in dem Land mit Verweis auf angebliche Massenvernichtungswaffen rechtfertigt habe. Biden entgegnete darauf nun, Powell sei ein “amerikanischer Held” gewesen. Trump hingegen habe einen Mob von Aufständischen am 6. Jänner dazu angetrieben, das Kapitol zu stürmen. “Und bis heute hetzt er Menschen im ganzen Land auf.”

Biden fand bei seinem Wahlkampfauftritt in Virginia, wo am 2. November ein neuer Gouverneur gewählt wird, auch deutliche Worte für Trumps Republikaner. “Die heutige republikanische Partei steht für nichts anderes als für weitere Steuersenkungen für die Reichen und die mächtigsten Konzerne”, sagte er. Der Extremismus habe in ganz Amerika das Ruder in der Partei übernommen.

Die führenden Kandidaten bei dem Gouverneursrennen in Virginia sind der frühere demokratische Amtsinhaber Terry McAuliffe und der Republikaner Glenn Youngkin. Biden nannte Youngkin “einen Gefolgsmann von Donald Trump”. Die umkämpfte Abstimmung in dem Bundesstaat gilt auch als Stimmungstest für die nationale Politik.

Von: APA/dpa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

8 Kommentare auf "US-Präsident Biden greift Trump ungewöhnlich deutlich an"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
pfaelzerwald
pfaelzerwald
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Trump war und ist unmöglich!

quilombo
quilombo
Superredner
1 Monat 4 Tage

Biden auch

Evi
Evi
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

war, ist und bleibt anscheinend.

quilombo
quilombo
Superredner
1 Monat 4 Tage

so ist das also, Powell soll ein Held sein?? Was ist das für eine Welt in der Kriegsverbrecher zu Helden erklärt werden, und Kämpfern für den Frieden wie Julian Assange seit 12 Jahren die Freiheit entzogen wird?

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Ich bin manchmal schon so desillusioniert, dass mich dies nicht mehr wundern würde (wenn die Meldung stimmt. Und da glaube ich auch immer weniger): “Der US-Geheimdienst CIA soll [2017] erwogen haben, WikiLeaks-Gründer Julian Assange aus der ecuadorianischen Botschaft in London zu entführen und zu ermorden. Das berichtet die Nachrichtenseite »Yahoo News« unter Berufung auf Geheimdienstquellen. Es habe jedoch Bedenken hinsichtlich der Rechtmäßigkeit einer Ermordung gegeben.”

https://www.spiegel.de/ausland/cia-us-geheimdienst-soll-laut-eines-berichts-entfuehrung-von-assange-erwogen-haben-a-a7a67231-c588-4522-8781-54c32b957e38

Privatmeinung
Privatmeinung
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Wer hat mehr Kriege begonnen, die Republikaner oder die Demokraten…? Biden muß schauen dass er das 2. mal gewählt wird. 

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Lets go Brandon!

pinko_pallino
pinko_pallino
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

Beiden ist der schwächste Presidente der amerikanischen Geschichte. Seine Zustimmung ist jetzt schon im Keller und das nach nur einigen Monaten im Amt. Quelle: realclearpolitics.com

wpDiscuz