US-Justizminister Jeff Sessions fürchtet noch viel Schlimmeres

US-Regierungsbericht stellt Migration als Bedrohung dar

Mittwoch, 17. Januar 2018 | 12:58 Uhr

Einwanderung gefährdet laut einem Bericht der Regierung von US-Präsident Donald Trump die innere Sicherheit der USA. Fast drei Viertel der seit dem 11. September 2001 wegen Verbindungen zum internationalen Terrorismus verurteilten Menschen stammten aus dem Ausland, heißt es in einem Bericht, den das Justizministerium und das Heimatschutzministerium am Dienstag veröffentlichten.

Hunderte Menschen wurden demnach aus Sicherheitsgründen an der Grenze abgewiesen. Von den 549 Menschen, die seit den Anschlägen vom 11. September 2001 wegen Verbindungen zum internationalen Terrorismus verurteilt wurden, seien fast drei Viertel im Ausland geboren worden, heißt es in dem Bericht. 148 von ihnen hätten nach ihrer Einreise die US-Staatsbürgerschaft erhalten.

Zudem seien Hunderte Menschen, die “ein Risiko für die Sicherheit” der USA darstellten, an den Grenzen des Landes aufgehalten worden, heißt es. Es habe sich sowohl um legale als auch um illegale Einreiseversuche gehandelt.

US-Justizminister Jeff Sessions bekräftigte, dass es sich bei diesen Statistiken nur um “die Spitze des Eisbergs” handle. Derzeit liefen Anti-Terror-Ermittlungen gegen “tausende” Menschen in den USA. Von diesen seien “Hunderte” als Flüchtlinge eingereist.

Der Sicherheitsbericht erschien wenige Tage, nachdem sich US-Präsident Donald Trump bei Beratungen über ein neues Einwanderungsgesetz verächtlich über die Herkunftsländer von Einwanderern aus Afrika und Haiti geäußert haben soll. Er soll Medienberichten zufolge von “Drecksloch-Ländern” gesprochen haben.

Trump verbreitete am Dienstag über den Kurzbotschaftendienst Twitter einen Link zu dem Sicherheitsbericht. Er kritisierte darin erneut die Verlosung von Green Cards, also dauerhaften Aufenthaltsgenehmigungen. Trump schrieb, er habe dem Kongress Reformen für ein Vergabesystem auf der Basis von “Leistung” vorgelegt.

Ebenfalls am Dienstag sagte Trump laut Teilnehmern bei einem Treffen mit Kasachstans autoritär regierendem Staatschef Nursultan Nasarbajew im Weißen Haus, die USA würden Einwanderer “von überall her” wollen.

Von: APA/ag.