Trump erhöht den Druck auf den Iran

USA nehmen in neuer Anti-Terror-Strategie Iran ins Visier

Freitag, 05. Oktober 2018 | 06:32 Uhr

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump erhöht den Druck auf den Iran weiter und stellt die Islamische Republik in den Fokus ihrer neuen Anti-Terror-Strategie. Die von Trumps Nationalem Sicherheitsberater John Bolton am Donnerstag vorgelegte Strategie ist die erste, die seit 2011 veröffentlicht wurde.

Damals konzentrierte sich die Regierung von Trumps Vorgänger Barack Obama fast ausschließlich auf die sunnitische Extremistengruppe Al-Kaida. Bolton beschrieb den schiitisch geprägten Iran nun als bekanntesten staatlichen Unterstützer und Finanzierer von Terrorismus. Die vom Iran unterstützen Extremistengruppen Hisbollah im Libanon sowie die palästinensische Hamas und die Gruppe Islamischer Dschihad seien eine Gefahr für die USA und ihre Interessen. Alle drei Gruppen sind Gegner des US-Verbündeten Israel.

Bolton gilt als Hardliner innerhalb der US-Regierung gegenüber dem Iran. Die USA haben trotz der Proteste der EU, Russlands und Chinas das Atom-Abkommen mit der Islamischen Republik aufgekündigt und neue Sanktionen gegen das Land auf den Weg gebracht. Ab dem 04. November sollen weitere US-Strafmaßnahmen den iranischen Öl-Sektor treffen. Trump will den Einfluss des Iran in der gesamten Region zurückdrängen.

Bolton räumte daneben ein, dass im Kampf gegen die Extremisten-Miliz “Islamischer Staat” trotz der jüngsten Erfolge in Syrien und im Irak noch Arbeit zu leisten sei.

Von: APA/ag.