Absturz nach Wahl von US-Präsident Trump

USA seit Trump-Wahl laut Friedensindex weniger sicher

Donnerstag, 01. Juni 2017 | 09:57 Uhr

Die umstrittene Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten hat laut dem Globalen Friedensindex für 2017 die innere Einheit des Landes erheblich gestört. Demnach fielen die USA auf der Liste von 163 Ländern weltweit auf den 114. Platz (-11) im Bezug auf ihre Sicherheit, heißt es in dem am Donnerstag vom US-amerikanische Institut für Wirtschaft und Frieden (IEP) veröffentlichten Ranking.

“Wachsende Ungleichheit, eine erhöhte Wahrnehmung von Korruption sowie eine schwindende Pressefreiheit haben alle zu dieser bedeutenden Verschlechterung in den USA (…) beigetragen”, sagte IEP-Gründer Steve Killelea. Nordamerika als Ganzes verschlechterte seine Position damit weltweit am meisten, rangiert aber weiterhin als zweitfriedlichste Region hinter Europa.

Island führt den Index als friedlichstes Land bereits zum zehnten Mal in Folge an, gefolgt von Neuseeland und Portugal auf den Plätzen zwei und drei. Dahinter folgen Österreich und Dänemark. Die beachtliche Verbesserung von Portugal, das Österreich vom dritten Platz in der Gesamtwertung verdrängte, lasse sich durch eine stetige Erholung von seiner Finanzkrise erklären, so IEP, was zu einer höheren internen Stabilität für das Land insgesamt geführt habe, das vor weniger als fünf Jahren noch den 16. Platz belegte.

Die Zahl der Länder, die ein “historisches Ausmaß von Terrorismus” erlebten, stieg auf ein neues Hoch von 23 – darunter Dänemark, Schweden, Frankreich und die Türkei. Syrien rangiert zum fünften Mal in Folge auf dem letzten Platz als das am wenigsten friedliche Land weltweit. Die Lage in Afghanistan, im Irak, im Südsudan und im Jemen wird als nur wenig besser eingeschätzt.

Global gesehen sei die Welt 2017 aber friedlicher geworden, sagen die Autoren des Berichts. Insgesamt 93 Länder verbesserten demnach ihre Sicherheitslage, 68 Länder verschlechterten sich. Der Globale Friedensindex misst unter anderem den Einfluss von Konflikten, Terrorismus und die Beziehungen zu Nachbarländern.

Von: APA/dpa

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