Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen

USA verlegen mehr Soldaten nach Deutschland

Freitag, 07. September 2018 | 17:31 Uhr

Die US-Streitkräfte verlegen ungeachtet des Streits um Militärausgaben in der NATO 1.500 zusätzliche Soldaten nach Deutschland. Diese sollten “für die Stärkung der NATO und der europäischen Sicherheit im Einsatz sein”, teilte US-Botschafter Richard Grenell am Freitag in Berlin mit. Derzeit sind etwa 33.000 US-Soldaten in Deutschland stationiert.

Äußerungen von US-Präsident Donald Trump hatten zuletzt Fragen zur künftigen Rolle der USA in der NATO aufgeworfen. Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen begrüßte die Verlegung zusätzlicher Kräfte. “Die US-Entscheidung die militärische Präsenz bei uns in Deutschland zu verstärken, ist ein willkommenes Zeichen für die Vitalität der transatlantischen Beziehungen”, erklärte die CDU-Politikerin in Berlin. “Und sie ist auch ein Bekenntnis zur gemeinsamen Sicherheit.”

Trump hatte beim NATO-Gipfel im Juli in Brüssel mit einem Alleingang in Verteidigungsfragen gedroht, sollten die Bündnispartner ihre Verteidigungsausgaben nicht erhöhen. Offen ließ er allerdings, wie das konkret aussehen könnte. Theoretisch denkbar wäre in einem solchen Fall eine Reduzierung des NATO-Engagements der USA – zum Beispiel, indem sie zur Abschreckung Russlands in Europa stationierte Truppen zurückziehen. Nach einer Krisensitzung bei dem Gipfel hatte Trump allerdings zugesichert, weiter zur NATO zu stehen.

“Diese zusätzlich dauerhaft stationierten Mitglieder der US-Streitkräfte werden mit ihren Familien nach Deutschland kommen und hier für die Stärkung der NATO und der europäischen Sicherheit im Einsatz sein”, erklärte Grenell. “Die Amerikanerinnen und Amerikaner sind entschlossen, das transatlantische Bündnis zu stärken, und Präsident Trumps Zusage, die Verteidigungsfähigkeit der Vereinigten Staaten zu erhöhen, trägt erheblich dazu bei”, teilte er mit.

Das US-Verteidigungsministerium hatte jüngst schon einen Bericht zurückgewiesen, in dem über Überlegungen zu einem US-Truppenabzug aus Deutschland spekuliert wurde. Die Stationierung der zusätzlichen Soldaten sowie ihrer Familien soll nun in diesem Jahr beginnen und bis 2020 abgeschlossen sein. Sie werden dem Vernehmen nach in zwei Bundesländer verlegt: nach Grafenwöhr, Ansbach und Hohenfels (Bayern) sowie nach Kaiserslautern und Baumholder (Rheinland-Pfalz).

Von: APA/dpa

Kommentare

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3 Kommentare auf "USA verlegen mehr Soldaten nach Deutschland"


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Mistermah
Mistermah
Universalgelehrter
12 Tage 23 h

Der Aufstand muss eben notfalls mit Gewalt erschlagen werden

Amadeus
Amadeus
Grünschnabel
12 Tage 23 h

Was denn? Etwa zum Schutz von links- und rechtswegen deutscher Fanatiker? So schlimm wird es wohl nicht werden.

Supergscheider
Supergscheider
Tratscher
12 Tage 16 h

Bla bla bla ,vor wem sollen die uns schützen?

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