Joe Bidens Demokraten drohen Verluste

USA wählen neues Parlament, Biden droht Verlust von Mehrheit

Montag, 07. November 2022 | 20:16 Uhr

Zwei Jahre nach dem Wahlsieg von Präsident Joe Biden wird in den USA am Dienstag ein neuer Kongress gewählt. Die Amerikanerinnen und Amerikaner stimmen über die Mehrheitsverhältnisse in den beiden Parlamentskammern Senat und Repräsentantenhaus ab sowie über zahlreiche Gouverneursposten und andere wichtige Ämter. Biden (79) warb kurz zuvor noch einmal für seine Demokraten. Ihm droht der Verlust der Mehrheit im Kongress.

Am Montagabend (Ortszeit) wollte Biden zum Abschluss einer mehrtägigen Wahlkampftour durch mehrere Bundesstaaten in Maryland auftreten. Ex-Präsident Donald Trump wollte in Ohio noch einmal vor Anhängern sprechen.

Sollten die Demokraten ihre Mehrheit im Kongress verlieren, dürften die Republikaner Bidens Politik bis zur nächsten Präsidentenwahl im November 2024 weitgehend blockieren. Umfragen zufolge dürfte das Repräsentantenhaus an die Republikaner gehen. Im Senat hingegen wird ein sehr knappes Rennen erwartet. Biden warnte immer wieder vor Kandidaten der Republikaner, die Wahlergebnisse offen in Frage stellen oder gar leugnen. “Ich scherze nicht mit diesen Wahlleugnern. Für sie gibt es nur zwei mögliche Wahlergebnisse: Entweder sie gewinnen oder sie wurden betrogen”, sagte er am Sonntagabend.

Der Republikaner Kevin McCarthy kündigte in einem CNN-Interview an, nach den Wahlen als erstes einen Gesetzesentwurf zu Grenzkontrollen einzubringen. Er kann sich gute Chancen ausrechnen, die Demokratin Nancy Pelosi von ihrer mächtigen Position als Vorsitzende des Repräsentantenhauses abzulösen. Seine Partei will außerdem mit Untersuchungsausschüssen die Politik der Biden-Regierung unter die Lupe nehmen. Als Beispiel nannte McCarthy den chaotischen Abzug aus Afghanistan im vergangenen Jahr.

Im US-Bundesstaat Florida kam es am Wochenende zu einer Art Showdown zwischen potenziellen Kandidaten der Republikaner für 2024. Der abgewählte Ex-Präsident Trump wiederholte unter dem Jubel seiner Anhänger die Mär von der gestohlenen Wahl 2020 und deutete erneut eine nochmalige Bewerbung 2024 an. Auffallend war, dass der republikanische Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, bei der Kundgebung fehlte.

Trump rief zu Beginn der Kundgebung seine Anhänger dazu auf, DeSantis im Amt zu bestätigen – warme Worte wie bei der Wahlempfehlung für andere Parteikollegen sparte er sich bei DeSantis aber. In dem mehr als eineinhalbstündigen Auftritt erwähnte Trump den 44-Jährigen nicht noch einmal.

DeSantis, der am Dienstag im Amt bestätigt werden möchte, gilt als stärkster innerparteilicher Konkurrent Trumps für die Wahl 2024. Umfragen zufolge hat er gute Chancen, sein Gouverneursamt an diesem Dienstag zu verteidigen. Noch haben beide keine Kandidatur verkündet – zumindest Trumps Ankündigung wird aber nach den “Midterms” erwartet.

Von: APA/dpa

Kommentare

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18 Kommentare auf "USA wählen neues Parlament, Biden droht Verlust von Mehrheit"


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Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 1 Tag

…der orange 🏀 fabuliert immer noch von gestohlener Wahl…in USA kann man sich schon alles erlauben…

sarkasmus
sarkasmus
Tratscher
1 Monat 1 Tag

Musst mal den amerikanischen dokumentarfilm 2000 mules anguken und die beweislast wiederlegen

ivo815
ivo815
Kinig
1 Monat 21 h

@sarkasmus Verschwörungstheorien von Rechtsradikalen, verpackt in einen Film. Du solltest Satire als solche kennzeichnen

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 21 h

@sarkasmus … die er bisher versäumt hat vorzubringen.
Wäre an dem in der Doku gesagten was dran, hätte er das genutzt. Er hat auch sonst jeden Blödsinn benutzt. Was Wahres wäre ja mal ein Highlight.

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 19 h

@sarkasmus Nun , Sarkasmus als Nickname… Fand ich an Anfang interessant, inzwischen frage ich mich, bist du für oder wieder! Eindeutig, ansonsten Kennzeichnung und sonst lass den Quatsch, hier gibt es zu viele Blödmänner die das glauben!

InFlames
InFlames
Tratscher
1 Monat 17 h

@sarkasmus 
Ihr Q-Kasperlen (jaaa es gibt sie tatsächlich immer noch) seid soooo süss!!! Und so beharrlich im Verbreiten von Fantasy-Geschichten!!!
Also entweder, bei dir ist der Nickname Programm und du bist verdammt gut darin, Leute zu “pflanzen” oder (und davon geh ich leider aus) du glaubst den ganzen Quatsch wirklich und bist ein Kandidat für “Hilfe suchen”.
Warum gibt es bei euch eigentlich Reptiloiden aber keine Einhörner?? Würde doch super zu euch passen…..

Rudolfo
Rudolfo
Universalgelehrter
1 Monat 14 h

@sarkasmus….ich habe mir schon ein paar Mal die Frage gestellt, ob Du einer der ganz großen Satiriker bist und die Meisten hier anonym auf die Schippe nimmst. Letztendlich habe ich mir dann die Frage immer mit NEIN beantwortet. Dafür sind deine Beiträge einfach inhaltlich viel zu schlecht….

Superredner
1 Monat 13 h

@sarkasmus „Anguken“? Oder doch besser „angurken“? Die Qualität der Rechtschreibung deckt sich mit der Qualität des Inhalts ihrer Kriegsverbrecher-Putin-ergebenen Beiträge. Stimmt: es darf wirklich nicht mehr intellektuelle Denke bei ihnen erwartet werden. ‘Tschuldigung. War mein Fehler doch bei ihnen Qualität in ihren Beiträgen zu vermuten. Versprochen: passiert nie wieder!

TheRealFantozzi
TheRealFantozzi
Grünschnabel
1 Monat 23 h

olle sein besser als biden. 

sophie
sophie
Kinig
1 Monat 21 h

Sel glabsch ah lei duuuuu

Chicco
Chicco
Superredner
1 Monat 19 h

Man kann über Trump denken wie man will , aber mit im als Präsident gebe es den Ukraine Krieg nicht , soviel ist sicher !!

OrtlerNord
OrtlerNord
Superredner
1 Monat 14 h

chic….
deine Aussage ist an Dummheit schwierig zu überbieten!

Superredner
1 Monat 13 h

Denken? Mit diesem Beitrag haben sie sich selbst aus dem Kreis der Denkenden ausgeschlossen. Anderfalls hätten sie nicht den dümmlichen kausalen Zusammenhang zu Biden/Trump und dem russischen Angriffkrieg auf die freie demokratische Ukraine hergestellt. Denn eine Sache (die sie hier letztendlich nur verheimlichen wollen) ist Tatsache: ihr Führer im Kreml hat den Krieg verursacht. Und auch all die schlimmen Kriegsverbrechen wie Massenvergewaltigungen, Folter und viele Morde in Ukraine. Und Syrien. Und Tschetschenien. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 11 h

…ja logo, er hätte Ukraine und auch weitere Teile Europas längst an seinen Kumpan Putin verschachert…

OrtlerNord
OrtlerNord
Superredner
29 Tage 22 h

@Doolin
wollte ich auch schreiben 👍

wellen
wellen
Universalgelehrter
1 Monat 21 h

Der orange Spinner …..die Russen freuts…USA: minderbemittelte Amis, narzisstische Firmenführer Typ ElonMusk die über Leichen gehen, waffenstarrende Bürger, diskriminierte Schwarze, tolles Land.

Rudolfo
Rudolfo
Universalgelehrter
1 Monat 14 h

Das nennt man Demokratie. Die Amerikaner wollen vielleicht ihren 🏀 zurück. Italien wählt scharf Rechts. Deutschland hat eine🚦, die fast dauernd auf 🔴, nämlich STILLSTAND 😥 steht……

Superredner
1 Monat 14 h

Die Amerikaner werden wohl die explodierten Öl und Treibstoffpreise bis 2024 definitiv nicht vergessen, letztendlich war es Biden, welcher die Keystone XL Pipeline zu Fall brachte und das wird seiner Partei noch teuer zu stehen bekommen. Dem einfachen Volk ist der ideologische Machtkampf, welcher höchsten als Parade im Senat dient (die Millionäre und Milliardäre sind nämlich unter sich) egal, jedoch sind es die Treibstoffpreise in Amerika definitiv nicht.

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