Arreaza wirft den USA Verstöße gegen Gründungsvertrag vor

Venezuela will mit 50 Staaten UN-Charta “verteidigen”

Freitag, 15. Februar 2019 | 05:13 Uhr

Venezuela hat mit Ländern wie Russland, Nordkorea und dem Iran eine Gruppe bei der UNO gegründet, um die UN-Charta gegen “Verstöße” in Schutz zu nehmen. Der venezolanische Außenminister Jorge Arreaza gab die Gründung der Gruppe am Donnerstag am UN-Sitz in New York zusammen mit Diplomaten aus rund 15 anderen Ländern bekannt, unter anderem auch aus Syrien, Kuba, Nicaragua und China.

Nach Angaben des palästinensischen UN-Botschafters Rijad Mansur haben sich insgesamt rund 50 der 193 UN-Mitgliedsstaaten in der Gruppe zusammengeschlossen. Das Ziel sei, “die UN-Charta zu verteidigen”, sagte Arreaza. Es gehe um die im Gründungsvertrag der Vereinten Nationen festgehaltenen “Grundsätze des Völkerrechts”, vor allem zur “Souveränität” und “territorialen Integrität” von Staaten, zur Nichteinmischung in innere Angelegenheiten und zur Verpflichtung, Streitigkeiten mit friedlichen Mitteln beizulegen. Gegen diese Grundsätze werde derzeit im Hinblick auf Venezuela “unverhohlen und offen verstoßen”, sagte Arreaza mit Blick auf die USA.

In Venezuela herrscht seit Wochen ein erbitterter Machtkampf zwischen dem Präsidenten Nicolas Maduro und dem oppositionellen Parlamentspräsidenten Juan Guaido. Russland ist einer der wichtigsten Verbündeten Maduros, während die USA den selbsternannten Übergangspräsidenten Guaido unterstützen. Washington schließt auch eine Militärintervention in Venezuela nicht aus. US-Präsident Donald Trump halte sich “alle Optionen” offen, hatte der Nationale Sicherheitsberater John Bolton Ende Jänner gesagt.

Wie Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensia ankündigte, bereitet Caracas auch eine internationale Konferenz vor, um die “rechtmäßige Regierung Venezuelas” zu unterstützen. “Wir sind sehr besorgt, dass einige Hitzköpfe einen Militäreinsatz erwägen”, sagte Nebensia. Arreaza warf den USA eine “neue Form psychologischer Kriegsführung” vor.

Von: APA/ag.

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1 Kommentar auf "Venezuela will mit 50 Staaten UN-Charta “verteidigen”"


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zombie1969
zombie1969
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

Als der Sozialismus Zimbabwe heimgesucht hatte, konnte man sich immer noch damit trösten, dass Zimbabwe, trotz des Rufes als Kornkammer Afrikas, ein armes und dazu ein verhältnismässig rohstoffarmes Land war.
Mit Venezuela zeigt sich: Der Sozialismus kann jedes Land, auch ein extrem rohstoffreiches mit gut ausgebildeten Bewohnern und funktionierender Infrastruktur, an die Wand fahren.
Der gute alte Spruch ist also immer noch aktuell:
“Was passiert, wenn man in der Wüste den Sozialismus einführt?
Erstmal zehn Jahre nichts und dann wird der Sand knapp”

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