Vermittler konnten eine Zustimmung zu Gesprächen erreichen

Venezuelas Regierung und Opposition stimmen Gesprächen zu

Freitag, 15. September 2017 | 12:37 Uhr

Nach monatelanger Krise haben Venezuelas Regierung und Opposition Gesprächen unter Vermittlung befreundeter Länder zugestimmt. Die Regierung von Staatschef Nicolas Maduro und Vertreter der Opposition stimmten am Donnerstag (Ortszeit) einem “Beobachterkomitee” aus Mexiko, Bolivien, Chile und Nicaragua zu, wie der Präsident der Dominikanischen Republik, Danilo Medina, erklärte.

Es habe zudem Fortschritte gegeben bei der Erstellung eines Zeitplans mit den zu diskutierenden Problemen, sagte Medina. Er hatte gemeinsam mit dem spanischen Ex-Regierungschef Jose Luis Rodriguez Zapatero am Mittwoch und Donnerstag bereits Sondierungsgespräche in Santo Domingo geführt.

Für den 27. September ist dann ein nächstes Treffen zwischen den tief zerstrittenen Vertretern von Regierung und Opposition angesetzt, das ebenfalls in der Dominikanischen Republik stattfinden soll.

In Venezuela tobt seit Monaten ein erbitterter Machtkampf zwischen der linksnationalistischen Regierung unter Maduro und der Mitte-rechts-Opposition. Fast 130 Menschen wurden bei den Unruhen seit Anfang April getötet, nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurden mehr als 5.000 Menschen festgenommen.

Bisheriger Höhepunkt des Machtkampfs war die Wahl der von der Opposition bekämpften und boykottierten Verfassungsversammlung Ende Juli. Sie steht über dem gewählten Parlament, in dem die Opposition über eine Zwei-Drittel-Mehrheit verfügt.

Von: APA/ag.