KFS hielt Landesvollversammlung zum Jahresmotto

“Vielfalt Familie”

Samstag, 14. Mai 2022 | 17:36 Uhr

Bozen – Zur jährlichen Ordentlichen Landesversammlung hat der Katholische Familienverband Südtirol (KFS) am Samstagvormittag seine Mitglieder samt Vorstand und Gästen eingeladen. Der Rückblick, die IST-Situation, vor allem aber zukunftsorientierte, optimistische Stimmung rückten einmal mehr die Familie in ihrer ganzen Vielfalt, als Kern- und Keimzelle in den Mittelpunkt.

Die aktive Teilnahme an dieser jährlich stattfindenden Landesversammlung zeigt den Wert und das Bewusstsein der Familie als kostbares Gut, das zu pflegen, hegen und beleben es gilt. Richtungsweisend hierfür waren die einleitenden Grußworte und Weggedanken von KFS-Präsidentin Angelika Mitterrutzner, die sich beim Vorstand, den Ehrenamtlichen, allen Mitarbeiter*innen, bei den Revisor*innen, Partnern, Förder*innen, Pressevertreter*innen und nicht zuletzt bei den Ehrengästen für deren engagierten Einsatz bedankte. „Die Angebote, die wir als KFS unter dem Jahresmotto ‚Vielfalt Familie‘ bieten, sollen und wollen FamilieSein – auch in Südtirol – attraktiv und gut lebbar machen und können sich sehen lassen! Während der Covidzeiten haben die Verbände, auch wir als KFS, mit ca. 15.000 Mitgliedsfamilien landesweit als stärkste Verbandsstruktur dieser Art, mit viel Hausverstand und Einsatz unterstützt. Darauf bin ich als Präsidentin besonders stolz!“, betonte Mitterrutzner und bedankte sich bei den engagierten Zweigstellen, die keine Mühen und keinen zeitlichen Aufwand gescheut haben, den Familien eine willkommene Abwechslung im anstrengenden Corona-Alltag zu bereiten. Der zu organisierende Familienalltag, das gesellschaftliche Leben, vieles war in den letzten beiden Jahren unsicher und im Wanken und hier haben die neuen alternativen Aktionen der Zweigstellen und die Nachmittags- und Sommerbetreuungen im KFS geholfen, die Situationen zu schultern und damit den Familien sichtbar, fühlbar und konkret unter die Arme gegriffen. Dies wurde immer wieder untermauert und betont. Auch von Samantha Endrizzi, unter deren geschäftsführenden Feder der KFS in den letzten fünf Jahren viel Bemerkenswertes bewegt und erreicht hat.

Zur Zusammenarbeit mit der Familienagentur sagte Mitterrutzner: „Wenn wir schon versuchen, gute Projekte für Familien auf den Weg zu bringen, um im guten Glauben für die Familien engagiert und aktiv da zu sein, wünschen wir uns eine transparentere, konstruktivere, partizipativere und noch bessere Zusammenarbeit, um gemeinsam weitere, gute Projekte für Familien nach den Richtlinien des neu überarbeiteten Familienförderplanes umsetzen zu können.“ Sie wünsche sich ein rundes Tischgespräch mit allen beteiligten Netzwerkpartner*innen, bei welchem gemeinsame Ideen zu bestimmten Themen gebündelt, Ressourcen ausgeschöpft und Ziele konkret definiert werden, damit diese dann gemeinsam – an einem Strang ziehend – angesteuert und umgesetzt werden können.

In Bezug zum Dritten Sektor bedankte sich die KFS-Präsidentin besonders auch beim Dienstleistungszentrum für das Ehrenamt (DZE), das dem Verband bezüglich bürokratischer Hürden und Herausforderungen wertvolle formelle Unterstützung bietet. Nach der empathisch gelungenen und beeindruckenden Einstimmung mit den Worten vonManuela Unterthiner, (geistliche Assistentin im KFS), deutete Endrizzi auf die Wichtigkeit ihrer Arbeit im KFS und auf die erreichten Ziele hin: „Zufrieden und positiv schau ich auf die erfolgte Tätigkeit des letzten Jahres zurück. Trotz finanzieller Engpässe und herausfordernden Schwierigkeiten, haben wir als Verband mit dem unermüdlichen Einsatz der Ehrenamtlichen, Hauptamtlichen, Dank euch aller (!) fast alle unserer Ziele umsetzen können! (…) Ich wünschemir und uns allen die Kraft und Gesundheit für das laufende Arbeitsjahr und werde mich weiterhin mit allen mir verfügbaren Mitteln und Energien für die Familien und deren Glück einsetzen.“ Im Besonderen erinnerte die KFS-Geschäftsführerin an das neue KFS- Positionspapier als konkret erreichten Beitrag des KFS zur Umsetzung der angepeilten Ziele. Um nur einige der Erziehungsziele aus der Studie zu nennen: Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, Höflichkeit und gutes Benehmen, Verantwortungsbewusstsein und Selbständigkeit.

Auch heuer war Ehrengast Landeshauptmann Arno Kompatscher der Einladung zur Vollversammlung gefolgt, dankte dem KFS für die kreative, engagierte und flexible Tätigkeit und wies auf die schwierige Zeit hin „in welcher der Familienverband im Anbetracht dessen, was für die Familien oft ermöglicht wurde, kleine Wunder vollbracht hat!“ Im Hinblick auf den Ukrainekrieg betonte er: „Die Familien sind dadurch jetzt zusätzlich unter Druck. Die Kinder spüren, dass etwas Schlimmes passiert. Das macht Angst und Druck. Wir müssen schauen, dass das Ehrenamt wieder mehr Freude macht. Es wird schwierige Verhandlungen mit Rom bezüglich der finanziellen Grundsicherung geben, aber wir werden, müssen und wollen Lösungen finden. Das bin ich schuldig!“, versicherte er. „Inzwischen müssen wir vernünftige Zwischenlösungen finden. Ökologie, Ökonomie, soziale Bildungs- und Chancengerechtigkeit, das sind die Ziele der Vereinten Nationen und auch wir orientieren uns danach. Wir werden niemanden zurücklassen, nicht die Kinder und nicht die älteren Leute!“

Mit der Botschaft „Ohne Werte ist das Leben wertlos!“ wurde im Rahmen der Landesversammlung versprochen, dass der Familienverband weiterhin für die Werte der Familie und den Wert der Familienarbeit (für die Rente) kämpfen wird. Nach Rechnungslegung und Entlastung des KFS-Vorstandes und Einsichtnahme in die KFS – Sozialbilanz 2021, bedankte sich Hausherr und KFS-Rechnungsrevisor Heiner Oberrauch als Präsident des Hauses der Familie für die „ausgezeichnete Zusammenarbeit der beiden Häuser!“ und sagte: „Das Thema Ukraine verwirrt, die Familie ist im Wandel und unsere Aufgabe ist es, sie zu unterstützen. Der KFS arbeitet effizient und mit Begeisterung und stehtsolide da!“

Felicitas Richter, Gastreferentin aus Deutschland, beeindruckte mit ihrem Vortrag „Schluss mit dem Spagat! Wie Sie aufhören, sich zwischen Familie und Beruf zu zerreißen und trotzdem beides meistern“. Als Autorin, Rednerin, Coach und Mutter von vier Kindern hält die Diplom- Sozialpädagogin seit 15 Jahren Vorträge und berät Eltern in herausfordernden Zeiten. Der thematisch topaktuelle Inhalt des Vortrags als „Futter für die Seele“, ist als eines jener Werkzeuge gedacht, die der KFS den Familien als Hilfestellung und gedanklichen Überbrückungsbeistand anbietet. „Das Fundament der Vielfalt ist die Einzigartigkeit. Familie und Beruf sind zu trennen, um sie zu vereinbaren!“, so Richter. Landeshauptmannstellvertreterin, Familien- und Soziallandesrätin Waltraud Deeg sprach von den Erfahrungen aus der Coronapandemie und von den beeindruckenden Zahlen der soeben erschienenen Familienstudie: „Wir werden uns gemeinsam auf politischer Ebene um Lösungen bemühen, werden gemeinsam denken, zusammenarbeiten, gemeinsam Vertrauen geben. Besonders bedanke ich mich für den ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle der Südtiroler
Familien!“

„Das Leben verlangt von jedem, an sich zu arbeiten“, untermauerte Angelika Mitterrutzner die wertvollen Inhalte der KFS-Projektreihe GUTES LEBEN, denn „wollen wir die Ziele der Nachhaltigkeit auch nur annähernd erreichen, sollten wir uns daran orientieren“. Der Familienverband Südtirol jedenfalls will und wird in seinem Programm, auch 2022, daran arbeiten und festhalten, auch wenn das nicht heißt, dass es eine bessere Zukunft wird, aber es kann eine gute Zukunft werden! So der gemeinsame Wunsch und das Bestreben des KFS, der mit seinen generationsübergreifenden ca. 15.000 Mitgliedsfamilien nach wie vor die familienorientiert stärkste Verbandsstruktur Südtirols ist. Mit dem KFS-Gedanken „unser Herz ist bei den Familien und deren Opfer“ bedankte sich die Präsidentin abschließend noch bei allen Helfer*innen, die zur Linderung der aktuellen Situation des Krieges in der Ukraine beigetragen haben.

Von: sis

Bezirk: Bozen

Kommentare

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12 Kommentare auf "“Vielfalt Familie”"


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thomas
thomas
Universalgelehrter
14 Tage 14 h

wenig sozial diese Landesrätin

Trina1
Trina1
Kinig
14 Tage 13 h

thomas, du bist noch gnädig mit wenig sozial.Die Hürden und Bürokratie, die Langsamkeit, wenn wirklich Hilfe gebraucht wird sind eine Schande.So etwas hätte ich mir nie gedacht! Covid hin oder her, alte kranke Menschen werden wie ein Koffer hin und hergeschickt!

Mikeman
Mikeman
Kinig
14 Tage 1 h

@ Trina1
es scheint wohl unmöglich kompetente Leute an solche Stellen zu hiefen, Vettternwitrschaft und Kesselflickerei und dann Bürokratie haben leider immer Hochkoniunktur und das Ergebniss darf der Bürger selbst tâglich ausbaden 🤮.

Trina1
Trina1
Kinig
13 Tage 22 h

@Mikeman das muss man erlebt haben was unsere Senioren über sich ergehen lassen müssen! Eine einzige Bettelei und wenn man nur ein klein wenig Feingefühl hat ist es Verletzung der Würde eines Menschens!

Mikeman
Mikeman
Kinig
13 Tage 18 h

@ Trina1
Trina ich könnte davon auch ein Liedchen singen als ich damals paar Monate von der Arbeeit fern blieb um meiner Mutter beizustehen somit weiss ich welch teilweiser ……..haufen besteht um alten Menschen das Leben zu versalzen, will gar nicht schildern was ich dabei so alles erlebte.
zu Hilfe war

Trina1
Trina1
Kinig
12 Tage 22 h

@Mikeman ich bin auch zum Handkuss gekommen! 🤮😡

@
@
Universalgelehrter
14 Tage 17 h

Eigentlich würde das Konterfei der Präsidentin des KFS, Angelika Mitterrutzner besser zum Artikel passen, aber diese möchte ja nicht Landeshauptfrau werden.

Trina1
Trina1
Kinig
14 Tage 17 h

An den Werten der Senioren happert es nicht! Die Politische Führung soll sich hinterfragen ob sie Seniorengerecht arbeitet! Den Freiwilligen Helfern gebührt ein grosses Danke!

Mikeman
Mikeman
Kinig
13 Tage 18 h

@ Trina1
Den freiwilligen Helfern nicht nur ein Danke sondern ein aufrichtiges “vergeltsgott”, es gibt noch Menschen mit Herz und denen is nie genug gedankt denn jeder von uns kann im Leben sie mal brauchen.

Trina1
Trina1
Kinig
13 Tage 18 h

@Mikeman das stimmt ! Ohne Freiwillige Helfer würde es noch trauriger ausschauen.

Savonarola
14 Tage 12 h

ideale Gelegenheit für Sonntagsreden. Auch noch das Titelbild muss für die Politik herhalten. So viel zum Thema Wertschätzung.

Lara
Lara
Neuling
14 Tage 4 h

Wie sie schön sagt. “Familie und Beruf sind zu trennen um sie zu vereinbaren.” Das heißt: es wird alles mögliche unternommen, damit Frau so schnell wie möglich an den Arbeitsplatz zurückkehrt und sich andere um den Zögling kümmern.

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