Land investiert 30 Millionen Euro

Vittorio-Veneto-Kaserne: Sanierung offiziell gestartet

Dienstag, 09. Juni 2026 | 16:02 Uhr

Von: mk

Bozen – Für die Sanierung des östlichen Bereichs der Vittorio-Veneto-Kaserne in Bozen, in die das Land rund 30 Millionen Euro investiert, hat der Bau am 9. Juni offiziell begonnen. Hochbau- und Vermögenslandesrat Christian Bianchi selbst gab vor Ort das Startsignal für die Arbeiten.  Mit dabei waren auch Oberst Francesco Caridi vom italienischen Heer sowie die für das Projekt verantwortlichen Technikerinnen und Techniker, Planerin Alessia Biotti und Bauleiter Raimund Hofer.

“Auf diesen Schritt wurde seit Jahren gewartet”, erklärte Landesrat Bianchi. “Mit dieser Investition bekräftigt das Land seinen Willen, den Streitkräften moderne und effiziente Strukturen zur bereit zu stellen und gleichzeitig neue Entwicklungsmöglichkeiten für die Stadt Bozen zu schaffen”, betonte Bianchi. Das Vorhaben ist Teil des 2007 zwischen dem Verteidigungsministerium, dem Land Südtirol und der staatlichen Agentur für Staatsgüter unterzeichneten Einvernehmensprotokolls zur Rationalisierung und Umgestaltung militärischer Infrastrukturen in Südtirol. Diese Vereinbarung habe Südtirol zu einem Vorbild auf gesamtstaatlicher Ebene gemacht, sagte Bianchi.

Die nun gestarteten Arbeiten betreffen den östlichen Teil der Kaserne und umfassen Abbruch-, Wiederaufbau- und Sanierungsmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von rund 63.000 Kubikmetern. Durch den Eingriff sollen sich vor allem logistische und operative Verbesserungen für die Kaserne ergeben. Nach Abschluss der Arbeiten werden außerdem die derzeit in der Huber-Kaserne in der Drususallee in Bozen untergebrachten Einheiten in die Kaserne Vittorio-Veneto-Kaserne übersiedeln.

Als besonders wichtig gilt, die Sanierung des Menabrea-Gebäudes der Kaserne. Im Erdgeschoss des Gebäudes werden eine Krankenstation mit Ambulatorien eingerichtet und im Obergeschoss Schlafräume mit jeweils drei bis vier Betten. Darüber hinaus entstehen neue Logistik- und Freizeiträume, eine neue Waffenkammer, Büros und Lagerräume. Bereits abgeschlossen wurden die Sicherungsmaßnahmen am Fuße des Guntschnabergs. Dank neuer wärmegedämmter Fenster und einer zusätzlichen Innendämmung soll das Gebäude den Kriterien der Energieeffizienz in vollem Umfang entsprechen.

“Die Bedeutung dieses Projekts geht weit über den militärischen Bereich hinaus, denn durch die Verlagerung der Tätigkeiten aus der Huber-Kaserne wird eine strategisch wichtige Fläche für die Zukunft der Stadt frei”, unterstrich Bianchi. In einer Zeit, in der Wohnen zu den größten Anliegen der Bürgerinnen und Bürger zähle, müsse das Land bereits jetzt daran arbeiten, dass diese Chance in neuen Wohnraum und eine konkrete Antwort auf den Wohnbedarf in Bozen münde, so der Landesrat.

Bis Ende 2028 sollen die Arbeiten an der Vittorio-Veneto-Kaserne abgeschlossen sein.

Bezirk: Bozen

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