Kurz traf Soros Sonntagabend in Wien

Welle von Hasspostings nach Treffen von Kurz mit Soros

Montag, 19. November 2018 | 18:55 Uhr

Die Nachricht vom Treffen von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) mit dem umstrittenen ungarischstämmigen US-Investor George Soros hat eine Welle von Hasspostings ausgelöst. “Unfassbare Kommentare” und erschreckender “Katalog des Hasses” schrieben Wien-Korrespondenten von internationalen Tageszeitungen am Montag angesichts Hunderter Kurznachrichten auf Twitter.

Das Treffen vom Sonntagabend wurde in den Tweets als “Verrat” beschimpft, Soros “zur Hölle” gewünscht und als einer “der größten Teufel unserer Erde” bezeichnet. Mehrere Poster bezogen sich auch auf die in antisemitischen Kreisen verbreitete Theorie, wonach Soros mit seinem “schmutzigen Geld” Wirtschaftsmigranten nach Europa treibe. Andere verwiesen darauf, dass Soros “Jude” sei.

Die rechtsnationale ungarische Regierung von Viktor Orban betrachtet den Liberalen Soros als ihren erklärten Feind. Dem Holocaust-Überlebenden wird vorgeworfen, einen eigenen “Plan” zur Ansiedlung von Migranten in Europa zu haben, wobei es sich nach Ansicht von Kritikern um eine Verschwörungstheorie mit antisemitischen Untertönen handelt. Auch FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus sagte im April, es gebe “stichhaltige Gerüchte”, wonach Soros “gezielt Migrantenströme nach Europa” lenken würde.

Kurz hatte Soros am Sonntagabend im Bundeskanzleramt empfangen. Dabei sei es um die Ansiedlung der Central European University (CEU) in Österreich sowie allgemeine außen- und europapolitische Fragen gegangen, teilte ein Sprecher des Kanzlers der APA auf Anfrage mit. In der Frage der Migrationspolitik habe es “durchaus unterschiedliche Auffassungen” gegeben.

Am Montag traf Soros mit Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (ÖVP) zusammen. Faßmann äußerte sich erfreut über die bevorstehende Übersiedlung der CEU von Budapest nach Wien. “Ich begrüße die Verstärkung des Universitätsstandortes Wien”, sagte Faßmann. Die geplante Übersiedlung der Universität sei offenbar auch eine Folge der Lage in Ungarn.

Ein neues ungarisches Hochschulgesetz aus dem Jahr 2017 hatte offenbar einen Angriff auf die CEU als Ziel. Obwohl die in Ungarn und den USA akkreditierte Universität inzwischen den Anforderungen des Gesetzes entspricht, weigert sich die ungarische Regierung eine Vereinbarung mit dem US-Staat New York zu unterzeichnen, die den Weiterbestand der CEU in Ungarn garantieren würde.

Faßmann und der ungarisch-jüdischstämmige US-Finanzier und Philanthrop trafen einander am Rande einer Feierstunde zum 25. Gründungstag des ebenfalls von Soros finanzierten Open Medical Institutes in Wien. Die in Österreich ansässige Institution bietet vornehmlich Fortbildungen für Ärzte und medizinisches Personal an, um den Braindrain aus ärmeren Ländern zu verringern.

Von: apa

Kommentare

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28 Kommentare auf "Welle von Hasspostings nach Treffen von Kurz mit Soros"


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Tschoegglberger.
26 Tage 6 h

so ist es, wenn mann mit Rechtextremen in einer Koalition ist

Mastermind
Mastermind
Superredner
26 Tage 5 h

Oder Leue die nicht der Wahrheit ins Auge blicken wollen nennen einfach jeden Nazi. Soros ist für viele nicht ohne Grund der Teufel in Person und ein Großteil seines Reichtums hat er mit abscheulichen Methoden erhalten, als er gegen den Rubel pokerte, haben Mio. ihr Erspartes verloren.

ivo815
ivo815
Kinig
26 Tage 5 h

@Mastermind wo kämen wir denn hin, wenn man jeden Nazi, einfach Nazi nennt? So eine Frechheit!

m69
m69
Kinig
26 Tage 4 h

@Mastermind 

.. und gegen das Englische Pfund, alleine dort hat er (Soros) bei dieser Spekulation über 1 Milliarde Dollar ergaunert, und wieviele Mal hat dieser Philanthrop gegen die Italienische Lira gewettet?????? 

Tschoegglberger.
26 Tage 4 h

@Mastermind

ja der Teufel in Person.
Siehe Julius Streicher und seine Texte über die Juden.

bon jour
bon jour
Universalgelehrter
26 Tage 2 h

@Mastermind

was seid ihr Nazis denn für Feiglinge, steht doch zu Eurer braunen Gesinnung, man sieht sie eh

m69
m69
Kinig
26 Tage 2 h

@ivo815 

ja finde ich auch! ;-)))

m69
m69
Kinig
26 Tage 1 h

@m69 

ich sehe schon, 
es gibt in Suedtirol gar einige Soros Freunde! 😉

Orschgeige
Orschgeige
Universalgelehrter
25 Tage 19 h

Solidarität ist links, Opportunismus ist rechts.

bon jour
bon jour
Universalgelehrter
25 Tage 17 h

@m69
doch.

Spitzpassauf
Spitzpassauf
Superredner
26 Tage 6 h

Und immer noch gibt es Bürger, die ernsthaft glauben, ein Milliardär, der das ganze Leben nur 2 Dinge wollte: Geld und Macht, hätte etwas zu verschenken, weil er die Menschen so liebt:))))!
Wundert mich nicht daß Orban den in Ungarn nicht will.
Damit Kurz mit Soros zusammenarbeitet irritiert,das wird ihn viele Stimmen kosten.

Tschoegglberger.
26 Tage 4 h

Macht und Geld möchtest Du ja auch, nur bist Du zu dumm, um Erfolg zu haben.

Sag mal
Sag mal
Kinig
25 Tage 20 h

lasse nichts gegen Kurz kommen.

Sag mal
Sag mal
Kinig
25 Tage 20 h

@Tschoegglberger. Dumm???!!!!Wohl ehr skrupellos,egoistisch,gewissenlos.Weiss genug Beispiele Die nur durch Bosheit bzw. Erpressung zu dem kamen was Sie besitzen.Da bleib ich lieber ehrlich und arm mit gutem Gewissen.

m69
m69
Kinig
25 Tage 18 h

Tschoegglberger@

Was hast Du bis jetzt geleistet?
Darf man das wissen?!

bon jour
bon jour
Universalgelehrter
25 Tage 17 h

@Sag mal

komisch, aber Benko betet ihr an

ivo815
ivo815
Kinig
26 Tage 5 h

Soros tut was für Bildung. Sehr suspekt. Da heult das Heer der Dumpfbacken auf

Johnny
Johnny
Grünschnabel
26 Tage 3 h

Soros ist kein ehrenhafter Mann um es gelinde auszudrücken. Ein Wolf im Schafspelz. Ich bin da ganz bei Herrn Orban und den Ungarn und kann kurz hier absolut nicht verstehen.

m69
m69
Kinig
26 Tage 3 h

Johnny@

Ich habe da so eine Vermutung!

Wenn jemand, in diesem Falle die Republik Österreich, nicht einwilligt , “seine Majestät” Herrn Soros nicht einlädt, wenn dieser es verlangt, dann beginnt dieser feine Herr Soros gegen die Währung zu Wetten, ergo spekulieren oder aber Soros pragert diese Politiker einfach an!

bon jour
bon jour
Universalgelehrter
26 Tage 2 h

schon sonderbar, diese Nazis. Einen Humanisten nennen sie Wolf im Schafspelz, wenn man die Nazis als Nazis bezeichnet, regen sie sich auf.

zombie1969
zombie1969
Universalgelehrter
26 Tage 7 h

Wer sich um das Wirtschaftswachstum und die entsprechenden Verteilungsdiskussionen sorgt wie der Philanthrop G. Soros, der sorgt sich in erster Linie um sich selbst und eventuell noch um seine engen Freunde.
Der Philanthrop sorgt sich aber hauptsächlich um sein Vermögen und seine Sicherheit. 
Die Wohltaten und Spenden der Philanthropen dienen ausschliesslich diesen Zwecken. 
Die grösste Furcht eines reichen Menschen wie G. Soros ist es, dass ihm alles abhanden kommen könnte.

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
26 Tage 5 h

Kurz, was machst du nur?

Sag mal
Sag mal
Kinig
25 Tage 20 h

PuggaN.Er weiss sicher was Er macht.

felixklaus
felixklaus
Tratscher
26 Tage 6 h

Ja das wird hier nicht anders sein ! Und Verschwörungstheorien weden auch nicht fehlen!

Karl
Karl
Superredner
25 Tage 17 h
Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen. Orban  , der als der böse  Nationalist (somit Nazi)  Europas schlechthin gilt, ist der Erzfeind von Soros, der nun wiederum plötzlich von den ganzen “Che Guevaras” im Netz als  Nazi und Teufel dargestellt wird.  Ihr müsst euch schon entscheiden.:-)))) Der Beste  ist wie meistens  Ivo815: “Soros tut was für Bildung. Sehr suspekt. Da heult das Heer der Dumpfbacken auf” Lieber Ivo, da du in kaum einer Lebenslage Soros das Wasser reichen kannst und  diesen wie alle die nicht deine Einstellung  hab als Trottel darstellen möchtest ist es nun endgültig an der Zeit in den Spiegel zu schauen… Weiterlesen »
ivo815
ivo815
Kinig
25 Tage 9 h

Lieber Karl, scheint du hast einen Knoten in den Gehirnwindungen. Fakt ist, das Soros anscheinend Bildung fördert, was deinen rechten Freunden ein Dorn im Auge ist. Mit Bildung können die nichts anfangen. Weiter wirft man ihm vor, er hätte Geld mit irgendwelchen Spekulationen verdient. Alle Großen tun das. Der Rest sind Verschwörungstheorien und nichts anderes und davon halte ich nichts

schwejk
schwejk
Neuling
25 Tage 17 h
An alle, die mangels Argumenten wieder einmal mit der Nazikeule herumfuchteln: Soros ist wirklich jemand, den man nicht über den Weg trauen kann. Lest euch mal das durch, was Peter Scholl-Latour über Soros schreibt, besonders im Hinblick auf dessen Finanzspekulationen und die Mitfinanzierung von Umstürzen in Osteuropa. Scholl-Latour war sicher kein Verschwörungstheoretiker, sondern ein glaubwürdiger Journalist. Und man komme mir nicht mit dem Vorwurf des Antisemitismus. Ich habe nichts gegen Juden und bin israelfreundlicher als viele Linke. Und Scholl-Latours Mutter war eine Jüdin und er selbst wollte als junger Mann gegen die Nazis kämpfen. Das Mindeste, was man Soros vorwerfen… Weiterlesen »
maria zwei
maria zwei
Superredner
25 Tage 17 h

nun hat sich auch Kurz im Spinnennetz Soros verfangen

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