Geflüchtete Frauen warten in Somalia auf Ausgabe von Essen

Weltweit hungern 150 Millionen mehr Frauen als Männer

Montag, 08. August 2022 | 10:58 Uhr

Eine aktuelle Analyse der Hilfsorganisation CARE mit Daten aus über 100 Ländern zeigt, dass 149,8 Millionen mehr Frauen von der Hungerkrise betroffen sind als Männer. Diese Zahl wird unter anderem durch Auswirkungen des Klimawandels, die Corona-Pandemie und den Krieg in der Ukraine bedingt. Daten belegen, dass die Ernährungssicherheit abnimmt, je stärker die Geschlechterungleichheit wächst, hieß es in einer Aussendung am Montag.

Im Jahr 2018 waren es 18 Millionen mehr Frauen, 2021 waren es 150 Millionen. Damit ist die Ungleichheit in Bezug auf Geschlecht und Hunger in drei Jahren um das 8,4-fache gestiegen. Frauen und auch Männer in Somalia und dem Libanon essen mittlerweile weniger und oft minderwertigere Lebensmittel. “Die Gleichstellung der Geschlechter ist eng mit Ernährungssicherheit verbunden. Je größer die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern in einem Land ist, desto hungriger sind die Menschen”, so Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich.

Im Libanon haben seit Beginn der Pandemie 85 Prozent der befragten Menschen die Anzahl der täglichen Mahlzeiten reduziert, gleichzeitig gaben 85 Prozent der Frauen an, ohnehin schon kleinere Portionen zu essen – im Vergleich dazu essen 57 Prozent der Männer kleinere Mahlzeiten. 66 Prozent der Frauen und 43 Prozent der Männer essen mittlerweile minderwertigere Lebensmittel. “Nahrung ist eines der grundlegendsten menschlichen Bedürfnisse – ohne gleichen Zugang zu nahrhaften Lebensmitteln ist das Gleichstellungsprojekt zum Scheitern verurteilt”, appelliert Barschdorf-Hager.

Von: apa

Kommentare

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6 Kommentare auf "Weltweit hungern 150 Millionen mehr Frauen als Männer"


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traktor
traktor
Kinig
1 Monat 23 Tage

es brauch dringend verhütungsmittel und operationen um in zukunft den hunger zu bremsen….

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 23 Tage

Werden diese “Operationen” dann verordnet? In dem Fall von den reichen Ländern an die Armen? Die Reichen sollten Kinder haben, da sie das Geld für die Ernähren hätten und wir mit Überalterung zu kämpfen haben und die Armen gefälligst keine?

Kingu
Kingu
Superredner
1 Monat 23 Tage
@N. G. Indoktriniert bis zum Gehtnichtmehr, liest du deine Kommentare überhaupt. Der reiche West mit dem höchstens Co2 Abdruck und den größten Folgen für die Umwelt würde das Problem mit sehr niedrigen Geburtenraten selbst lösen, ohne Einwanderung und aktienbasierte Rente wie in England und Norwegen. Während es sicherlich keinen Sinn hat die vermögenden Staaten noch mehr anwachsen zu lassen und damit den Ressourcen verbrauch noch weiter zu steigern. Die armen Länder sollte man als Pflicht in der Schule Antinatalismus beibringen, weil aus Armut und Leid entsteht nur Weiteres und unsere Ressourcen genügen eben nicht um allen 8 Mrd. den gleichen… Weiterlesen »
Kinig
1 Monat 23 Tage

Eine schrecklich hohe Zahl. Von Gleichberechtigung ist in vielen “Kulturen” keine Spur.

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 23 Tage

…es gibt auch mehr Frauen als Männer…

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 23 Tage

Es gibt insgesamt ca. 300 Millionen mehr Frauen als Männer. Da nicht 50% der Weltbvölkerung hungern, ist das Ergebnis schon beachtlich.

Gentlemen, die den Frauen den Vorzug geben, sind wohl am Aussterben.

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