Mehr als 3.000 Teilnehmer werden erwartet

Weltwirtschaftsforum in Davos wurde eröffnet

Dienstag, 22. Januar 2019 | 12:11 Uhr

Mit einem Aufruf zur Zusammenarbeit ist die 49. Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos eröffnet worden. “Das Treffen wird den Zustand der Welt betrachten und zusammenarbeiten, um den Zustand der Welt zu verbessern”, kündigte WEF-Gründer Klaus Schwab am Dienstag in dem Alpenort an.

“Wir sind an einer Kreuzung für die Menschheitsgeschichte, nun müssen wir die Zukunft gestalten”, so Schwab. Dies müsse zukunfts- und zweckorientiert geschehen. Im Mittelpunkt des viertägigen Treffens stehen in diesem Jahr die “Globalisierung 4.0” und die Herausforderungen, die sich durch diese neue Phase der Globalisierung ergeben. Schwab forderte, der Mensch müsse stärker im Zentrum stehen. “Wir sind in gewisser Weise in einem Kampf zwischen Robotern und Menschen. Wir wollen keine Sklaven der neuen Technologien werden.”

Wirtschaft und Gesellschaft würden durch die rasante technologische Entwicklung beeinflusst, sagte der Schweizer Präsident Ueli Maurer. “Das bietet riesige Chancen, aber ruft auch Ungewissheit und Angst hervor.”

An der Tagung nehmen mehr als 3.000 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft teil und am Dienstagnachmittag sollte Brasiliens rechtspopulistischer Präsident Jair Bolsonaro eine Rede halten. US-Präsident Donald Trump hatte seinen Besuch wegen des Haushaltsstreits abgesagt, auch eine US-Delegation mit mehreren Ministern stornierte deshalb die Reise.

Am Mittwoch und Donnerstag nehmen auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) am WEF teil. Kurz trifft in Davos die Bosse von Internetkonzernen, die von den österreichischen Digitalsteuer-Plänen betroffen wären, die die Regierung den IT-Riesen nach dem vorläufigen Scheitern einer europäischen Lösung im Alleingang auferlegen will. Unter anderem sind Treffen mit den Chefs von Apple (Tim Cook), Alibaba (Jack Ma), Uber (Dara Khosroshahi), Novartis (Vasant Narasimhan) und ABB (Ulrich Spiesshofer) sowie die Facebook-Topmanagerin Sheryl Sandberg geplant.

Von: APA/dpa

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