Die Grünen wollen Tourismus ändern

Wie geht “nachhaltig” wirklich ?

Samstag, 30. April 2022 | 15:38 Uhr

Meran – Die Vereinbarung zwischen Gemeinde und Kurverwaltung formuliert in den Prämissen eine neue Vision für den Tourismus: es soll mehr Rücksicht auf Natur und Umwelt genommen werden, es wird eine ausgeglichenere Auslastung während des Jahres angestrebt, damit die Entwicklung in Richtung „Nachhaltigkeit“ geht. Damit für die ganze Bevölkerung der Tourismus als Bereicherung empfunden wird, darf das Gemeinwohl nicht ausser Acht gelassen werden.

„Diese allgemeinen Zielsetzungen können wir ohne weiteres unterschreiben“, betonte Toni Ladurner, Gemeinderat der Liste Rösch/Grüne bei der Debatte im Gemeinderat.

„Und wir sprechen uns auch für eine gute Zusammenarbeit mit der Kurverwaltung aus, die für den Tourismus und die Stadt einen unentbehrlichen und guten Dienst erbringt. Aber wir denken, dass es für die Akzeptanz des Tourismus in der Bevölkerung von Vorteil wäre, wenn die Kurverwaltung möglichst wenig die Gemeindekasse belasten würde, unter anderem durch eine Anhebung der Ortstaxe“, so die Grünen.

Ein Vorschlag, der allerdings bei der Stadtregierung keine Unterstützung fand.

“Darüberhinaus braucht es konkrete und sofort umsetzbare Schritte in den Bereichen Mobilität  – positiv, dass das Wegenetz und innerstädtischen Waalwege für das Zufussgehen erweitert und verbessert werden sollen auch wenn das Wegenetz noch lange nicht ausreichend ist “, meinte Johannes Ortner.

“Dazu hat Gemeinderätin Julia Dalsant den – leider abgelehnten – Antrag eingebracht, dass die Gemeinde in Zusammenarbeit mit Kurverwaltung und HGV eine Initiative startet, um die Meraner Leitbetriebe schrittweise von der Klimahaus-Agentur zertifizieren zu lassen und diese Klimahotels besonders zu bewerben”, so die Grünen.

“Mit Ausnahme des von Andrea Rossi eingebrachten Antrags, den Energieverbrauch während des Weihnachtsmarktes u.a. durch Einschränkungen bei der Beleuchtung zu begrenzen, sind alle anderen Vorschläge betreffend die Vereinbarung zur Fùhrung des Weihnachtsmarktes abgelehnt worden. Toni Ladurner zeigte sich enttäuscht, dass die Stadtregierung die Argumenten zwar weitgehend geteilt, jedoch für keinen der drei Vorschläge gestimmt hat (Begrenzung des Weihnachtsmarktes auf die Zeit vom ersten Advent bis Dreikönig, Genehmigungen von Solidaritätsaktionen und anderer kulturellen Strassen-Veranstaltungen in der Innenstadt während der Zeit des Marktes). Die Advent- und Weihnachtszeit sollte nicht nur dem Konsum und dem Feiern gewidmet werden, sondern auch Platz für Besinnlichkeit und Solidarität haben. Und nicht das ganze öffentliche Leben sollte dem Weihnachtsmarkt und den Vorstellungen der Kurverwaltung untergeordnet werden. Der Weg zu einem neuen, nachhaltigen Tourismus scheint leider noch lang zu sein”, kritisieren die Grünen.

Von: bba

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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2 Kommentare auf "Wie geht “nachhaltig” wirklich ?"


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Trina1
Trina1
Kinig
19 Tage 12 h

Zuerst alles tun den Massentourismus zu fördern und jetzt nachhaltig denken. Typische Kohärenz der Politiker!

Roby74
Roby74
Universalgelehrter
18 Tage 21 h

🤬😠IDM sollte am besten noch mehr Werbung machen,man sollte noch mehr Paläste mit riesigen Pools aufstellen(Wasser haben wir ja genügend),noch mehr Lifte und Seilbahnen samt Speicherbecken für die Beschneiungsanlagen errichten,nicht zu vergessen Radwege und Bergtrail für Mountainbiker!
IRONIE OFF
WO SOLL DAS NOCH HINFÜHREN❓🤔Overtourismus haben wir längst schon!!!🙄😤🤦🏼‍♂️

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