Georg Willi führt Viererkoalition

Willi als Innsbrucker Bürgermeister angelobt

Donnerstag, 24. Mai 2018 | 16:40 Uhr

Innsbruck hat als erste Landeshauptstadt Österreichs jetzt auch offiziell einen grünen Bürgermeister: Georg Willi, der am 6. Mai aus der Stichwahl als Sieger hervorgegangen war, wurde am Donnerstag in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats angelobt. Die 40 Mandatare wählten die ehemalige Stadtchefin Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck) und Franz Gruber (ÖVP) zu seinen Vizebürgermeistern.

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hatte Willi das Amtsgelöbnis abgenommen, der sich in seiner Rede als “umgänglichen Menschen” beschrieb. “Ich vertrage Kritik und brauche kritisches Feedback”, redete Willi einer “Kultur des konstruktiven Feedbacks” das Wort. In seiner Rede hob der 59-Jährige einmal mehr das Thema Wohnen als zentral für die Landeshauptstadt hervor. Unter anderem wolle er dagegen ankämpfen, dass mit Wohnraum “spekuliert” werde. Ferner lade er, um die Stadt weiterzuentwickeln, zu einem “Ideenwettbewerb” ein – freilich “immer auf Basis dessen, was wir finanzieren können”, meinte Willi im Hinblick auf den engen budgetären Rahmen.

Oppitz-Plörer wurde bei der geheimen Wahl mit 28 Stimmen zur Vizebürgermeisterin gekürt. Sie bedankte sich für das Vertrauen und räumte ein, dass sie mit einer Zustimmung “in diesem Ausmaß” nicht gerechnet habe. Im Vorfeld war darüber spekuliert worden, ob die ehemalige Stadtchefin auch alle 27 Stimmen der Viererkoalition erhalten werde. Jetzt heimste sie sogar eine mehr ein. Anders erging es dem zweiten Vizebürgermeister: Gruber erhielt bei seiner Wahl lediglich 23 Stimmen.

Zudem wurden in der konstituierenden Sitzung die Mitglieder des Stadtsenates und die Mandatare angelobt. Der Größe des Stadtsenats wurde – wie angekündigt – mit sieben Mitgliedern festgesetzt. Zwei davon gehen an die Grünen, jeweils einer an FI, ÖVP und SPÖ. Die Freiheitlichen erhalten zwei Stadtsenatsmitglieder, beide jedoch ohne Amtsführung. Neben Willi, Oppitz-Plörer und Gruber sind als Teil der Stadtregierung Elisabeth Mayr (SPÖ) und Uschi Schwarzl (Grüne) vertreten. Für die FPÖ sitzen Rudi Federspiel und Andrea Dengg im Stadtsenat.

Willi führt künftig die Viererkoalition aus Grünen, FI, ÖVP/Seniorenbund und SPÖ an, die im Gemeinderat zusammen über 27 der 40 Mandate verfügt. Die Grünen, die bei der Gemeinderatswahl am 22. April mit über 24 Prozent als erster über die Ziellinie gegangen sind, verfügen über zehn Mandate, FI über sieben, ÖVP/Seniorenbund über sechs und die SPÖ über vier.

Von: apa

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