Am Sinai kommt es häufiger zu Anschlägen

Zahlreiche Tote bei Angriff auf Militärposten in Ägypten

Freitag, 07. Juli 2017 | 12:06 Uhr

Bei einem Angriff mit einer Autobombe auf einen Kontrollposten im Norden der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind zahlreiche Menschen getötet worden. Ein Selbstmordattentäter habe südlich der Stadt Rafah mindestens elf Soldaten mit in den Tod gerissen, hieß es am Freitag aus Sicherheitskreisen. Anschließend kam es demnach zu einem Schusswechsel zwischen Sicherheitskräften und Angreifern.

Ein Militärsprecher teilte mit, dabei seien 40 Angreifer getötet worden. Insgesamt seien bei dem Angriff 26 Soldaten getötet oder verletzt worden. Zunächst war unklar, wer für den Angriff auf den Kontrollposten verantwortlich ist. Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Sommer 2013 haben Jihadisten in Ägypten Hunderte Polizisten und Soldaten getötet. Die meisten Angriffe gab es auf der Sinai-Halbinsel, die an Israel und den palästinensischen Gazastreifen grenzt. Sie wurden meist vom ägyptischen Ableger der Jihadistenmiliz “Islamischer Staat” (IS) verübt. Der ärmliche Norden der Sinai-Halbinsel ist in Ägypten eine Hochburg der Extremisten.

Von: APA/ag.