Großdemonstration der Opposition in Caracas

Zusammenstöße bei Protesten gegen Stromausfälle in Venezuela

Sonntag, 31. März 2019 | 11:24 Uhr

Bei Protesten gegen die neuerlichen Stromausfälle in Venezuela haben sich Demonstranten und Sicherheitskräfte schwere Zusammenstöße geliefert. Sicherheitskräfte trieben die Demonstranten am Samstag in Caracas mit Tränengas auseinander. Auch in anderen Landesteilen fanden Kundgebungen statt. Regierung und Opposition riefen ihre Anhänger zu weiteren Massenprotesten in der kommenden Woche auf.

Venezuela steckt in einer tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise mit akuten Versorgungsengpässen. Obwohl das südamerikanische Land über die weltgrößten Erdölvorkommen verfügt, gab es in den vergangenen Wochen immer wieder massive Stromausfälle. Am Freitag gab es in Caracas und 20 der insgesamt 23 Teilstaaten keinen Strom, in vielen Regionen dauerte der Missstand am Samstag weiter an.

Auch wegen der Stromausfälle hat der Oppositionschef und selbsternannte Übergangspräsident Juan Guaidó seine Anhänger zu Demonstrationen aufgerufen. Der linksnationalistische Staatschef Nicolás Maduro führt die Stromausfälle dagegen auf “Sabotage” der Opposition und der USA zurück.

“Unsere Lichter gehen ständig aus, wir haben keine Internetverbindung… die Wasserversorgung war seit mehr als einem Jahr schrecklich, und mit den Stromausfällen ist das alles noch viel schlimmer geworden”, sagte ein Demonstrantin in Caracas.

“Ich weigere mich, Venezuela zu verlassen, weil ich sicher bin, dass es hier so vieles gibt, für das es sich zu kämpfen lohnt”, sagte eine andere Demonstrantin. “Wir bleiben auf der Straße und kämpfen weiter.”

Guaidó rief zu neuen Massenprotesten gegen die Regierung am kommenden Samstag auf. Auch Maduro appellierte an seine Unterstützer, auf die Straße zu gehen und “Nein zum terroristischen US-Imperialismus zu sagen”. Die “colectivos” – teilweise bewaffnete Gruppen von Maduro-Unterstützern – rief er auf, gegenüber gewaltsamen Protesten “null Toleranz” zu zeigen.

Die USA haben Guaidó ebenso wie Deutschland und rund 50 weitere Länder als Übergangspräsidenten anerkannt. Russland zählt dagegen zu den wichtigsten Unterstützern von Maduro.

Das Außenministerium in Moskau forderte Washington am Samstag auf, sich nicht länger in die inneren Angelegenheiten Venezuelas einzumischen. “Wir raten dazu, dass die USA aufhören, Venezuela zu bedrohen, seine Wirtschaft zu ersticken und es unter Verletzung internationalen Rechts in Richtung eines Bürgerkriegs zu treiben”, erklärte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa.

Von: APA/dpa

Kommentare

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9 Kommentare auf "Zusammenstöße bei Protesten gegen Stromausfälle in Venezuela"


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denkbar
denkbar
Kinig
24 Tage 11 h

Man denke an Kinder im Brutkasten, Menschen an medizinische Geräte angeschlossen, was das für die bedeutet, Sicherheitsgefahren. Wann wird der Mann endlich entmachtet. Und Putin unterstützt den noch.

typisch
typisch
Kinig
24 Tage 10 h

Dafür gibt es notstromaggregate, mach hier keine panik mit kranke und kinder…..

silas1100101
silas1100101
Superredner
24 Tage 10 h

Du glaubst der Lügenpresse immer noch! Die US-Regierung sabotiert das Stromnetz in Venezuela damit sie eine Schachfigur einsetzen können und das Ölvorkommen dort plündern können!

m69
m69
Kinig
24 Tage 10 h

Art. (…)
Neuer Stromausfall taucht Venezuela ins Dunkel

Ps. auch ohne Stromausfall befindet sich Venezuela im dunkeln!

silas1100101
silas1100101
Superredner
24 Tage 10 h

Es ist seltsam warum Donald Trump eine Schachfigur einsetzen will die das Erdölvorkommen in Venezuela plündern will und die Menschen dort in Armut stürzen will!!!!

typisch
typisch
Kinig
24 Tage 7 h

Silas, mich freut es das wenigstens einer gewisse meldungen hinterfragt und nicht nur staatliche medien konsumiert

typisch
typisch
Kinig
24 Tage 11 h

Sind etwa die mastenspränger in venezuela?

silas1100101
silas1100101
Superredner
24 Tage 10 h

Mich wundert es dass Donald Trump befiehlt in Venezuela den Strom abzustellen!!

der Rote Wichtel
24 Tage 8 h

Silas was soll so seltsam daran sein? Auch wenn es scheint als sei Trump völlig unabhängig und der Chef im Weißen Haus ist er doch wie all die anderen vor ihm nur eine Marionette der Hochfinanz, der Rüstungs- und Ölindustrie und bedient deren Interessen.

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