17-Jähriger bekannte "nicht schuldig"

Zwei Jahre teilbedingt für 17-jährigen IS-Sympathisanten

Dienstag, 18. Oktober 2016 | 16:00 Uhr

Ein 17-jähriger IS-Sympathisant ist am Dienstag im Wiener Straflandesgericht wegen Mitwirkung an einer terroristischen Vereinigung zu zwei Jahren Haft, davon acht Monate unbedingt verurteilt worden. Darüber hinaus erteilte ihm das Gericht die Weisung, an einem Deradikalisierungsprogramm und an einem Anti-Gewalt-Training teilzunehmen. Außerdem wurde Bewährungshilfe angeordnet.

Laut Anklage wollte sich der gebürtige Tschetschene gemeinsam mit drei jugendlichen Mittätern der Terror-Miliz “Islamischer Staat” (IS) anschließen. Er soll schon konkrete Ausreisepläne Richtung Syrien verfolgt haben, von denen allerdings der Verfassungsschutz Wind bekam. Bevor er mit seinen Bekannten seine Pläne umsetzen konnten, klickten im heurigen Frühjahr die Handschellen.

Im Unterschied zu seinen geständigen Mitangeklagten hatte sich der 17-Jährige beim Prozessauftakt in der vergangenen Woche “nicht schuldig” bekannt. Daher musste gegen ihn ein separates Beweisverfahren geführt werden, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Die über ihn verhängte Strafe ist nicht rechtskräftig. Seine Mittäter im Alter zwischen 15 und 17 Jahren hatten teilbedingte Haftstrafen zwischen 18 und 30 Monaten ausgefasst. Diese Urteile sind mittlerweile rechtskräftig.

Von: apa

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