Mindestens drei Fahrzeuge zerstört

Zwölf Tote bei US-geführten Luftangriffen in Syrien

Donnerstag, 24. Mai 2018 | 10:50 Uhr

Bei Luftangriffen der US-geführten Koalition auf Militärposten im Osten Syriens sind nach Angaben von Aktivisten mindestens zwölf regierungstreue Kämpfer getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag mitteilte, wurden bei einem Angriff auf eine Stellung südlich von Albu Kamal mindestens drei Fahrzeuge zerstört.

Die getöteten Kämpfer waren demnach keine Syrer. Angaben zu ihrer Nationalität machte die Beobachtungsstelle aber nicht. Die in Großbritannien ansässige Stelle stützt sich auf ein Netzwerk von Informanten in Syrien, ihre Angaben sind kaum unabhängig zu überprüfen.

Auch die mit dem syrischen Regime verbündete libanesische Hisbollah berichtete über US-Angriffe nahe der Grenze Syriens mit dem Irak. Ein Sprecher des für die Region zuständigen US-Zentralkommandos (CENTCOM) dementierte die Berichte. Auch in Kreisen des Verteidigungsministeriums bei Washington hieß es, man habe keine Informationen, die die Berichte erhärten könnten.

Einem staatlichen syrischen Medienbericht zufolge hatten die Luftangriffe der US-geführten Koalition in der Nacht auf Donnerstag mehrere Stellungen der syrischen Armee getroffen. Wie die syrische Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf Armeekreise berichtete, wurden mehrere Militärposten zwischen Albu Kamal und Hmeimeh im Osten des Landes getroffen. In dem Bericht war jedoch lediglich von “Sachschaden” die Rede.

Albu Kamal und Hmeimeh liegen in der ostsyrischen Provinz Deir Essor. Dort gehen die von Russland unterstützten syrischen Truppen sowie die US-geführte Militärkoalition in unterschiedlichen Offensiven gegen die Jihadistenmiliz “Islamischer Staat” (IS) vor.

Eine im vergangenen Jahr eingeführte Trennlinie entlang des Euphrat-Flusses soll beide Seiten daran hindern, sich in die Quere zu kommen. Die syrischen Truppen sind westlich des Flusses, die von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) östlich des Flusses stationiert.

Von: APA/ag.

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