Ergänzung der Statuten der Silvius Magnago Stiftung

Zwölftes Jahresgedenken von Silvius Magnago

Montag, 23. Mai 2022 | 17:19 Uhr

Bozen – Zum zwölften Jahrestag seines Todes am 25. Mai und zum 50. Gedenkjahr eines Teils seines Lebenswerkes, des zweiten Autonomiestatuts, hat die Silvius Magnago Stiftung das Statut der Silvius Magnago Stiftung ergänzt, um dadurch noch besser im Geiste von Silvius Magnago wirken zu können.

Die Silvius Magnago Stiftung, eine mit seinen Geldmitteln gegründete Stiftung war letztes Jahr 30 geworden. Mit den Zinsen des von Silvius Magnago gestifteten Geldes wurden und werden Absolventen der Universität Innsbruck aus allen Landesteilen unterstützt, wenn sie an unterstützungswürdigen wissenschaftlichen Arbeiten forschen. Der aktuelle Stipendiat der Magnago Stiftung, Kassian Lanz, forscht über das Militärsanitätswesen im 1. Weltkrieg. Da es dem Stiftungskuratorium, dem zurzeit Jakob Brugger, Hans Christoph von Hohenbühel, Sabina Kasslatter-Mur, Walter Seidner und Martha Stocker angehören, wichtig erschien, auch andere Initiativen in Erinnerung an Silvius Magnago und im Geiste seiner politischen Wertehaltung voran zu treiben, ist diese Statutenergänzung vorgenommen worden.

Definitiv wird sie mit der Unterschriftenleistung am 27. Mai. Diese Änderung macht aus der privaten Stiftung eine mit Öffentlichkeitsrecht und sie ist auch den Vorgaben des Dritten Sektors angepasst. In diesem Sinne ist sie eine philanthropische Stiftung und sieht zum ursprünglichen Auftrag, der uneingeschränkt aufrecht bleibt, alle möglichen Initiativen von Veranstaltungen, über Forschungen, Weiterbildungen usw. vor.

Das Statut sieht auch ein Gedenkgremium vor, dem maximal zehn Personen angehören sollen, welches Vorschläge im oben angeführten Sinne machen soll. Dazu gehören auch Vorschläge im Sinne dessen, was Silvius Magnago schon 1964 namens der Südtiroler Vertreter in der 19er Kommission gesagt hatte. Er war schon damals davon ausgegangen, dass es nichts Fixes außer die Veränderung gibt. Und so wird sich auch die Stiftung über die verschiedenen Initiativen dieser „ständigen Entwicklung“, die „neue Erfordernisse erheischen“ wird, stellen, die, wie Silvius Magnago damals auch schon sagte, „nur in einem Geiste der Verständigung in Angriff genommen und einer Lösung zugeführt werden können.“ Dies setzt auch Vertrauen voraus und in diesem Geiste des Vertrauens war es 1969 bei der Paketentscheidung und dann beim zweiten Autonomiestatut von 1972 möglich geworden, einen tragfähigen Kompromiss zu erzielen. „Di questa persona possiamo fidarci“, hatte Aldo Moro lt. Alcide Berloffa von Magnago gesagt und dies galt gegenseitig. Politische Vernunft und menschliches Format, wie die unvergessene Elisabeth Baumgartner Magnago einmal beurteilte, war auf beiden Seiten gegeben. Unter solchen Voraussetzungen kann zwar auch noch manches behindert, aber nicht wirklich aufgehalten werden und für die Auseinandersetzung in der Weiterentwicklung von vielem, was mit Silvius Magnago verbunden ist, soll der Gedanke, der auf seinem Sterbebildchen steht, Pate stehen: „Tradition bedeutet nicht das Sammeln von Asche, sondern das Weitergeben einer Flamme.“ Und da könnte es sein, dass er sich manchmal von uns allen etwas mehr erwartet. Wir werden als Silvius Magnago Stiftung versuchen, dem zumindest etwas zu entsprechen.

 

Von: luk

Bezirk: Bozen

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