Krönte sein Solo mit dem Sieg in Mende: Michael Matthews

14. Etappe an Matthews, Konrad 5., Großschartner 7.

Samstag, 16. Juli 2022 | 19:59 Uhr

Michael Matthews hat die 14. Etappe der Tour de France gewonnen. Der Klassiker-Spezialist aus Australien holte sich am Samstag nach 192,5 Kilometern von Saint-Étienne nach Mende den Sieg als Solist vor dem Italiener Alberto Bettiol und dem Franzosen Thibaut Pinot. Die Favoriten auf den Gesamtsieg trafen mehr als zwölf Minuten nach den Ausreißern ein. Der Däne Jonas Vingegaard wehrte im Finish einen Angriff von Tadej Pogacar ab und führt weiter 2:22 Minuten vor dem Slowenen.

Eine gelungene Vorstellung lieferten zwei Österreicher ab. Die Bora-Fahrer Patrick Konrad und Felix Großschartner, der den letzten Anstieg trotz einer abklingenden Erkältung mit einer dreiköpfigen Spitzengruppe um Matthews in Angriff genommen hatte, landeten auf den Plätzen fünf und sieben. Mit Gregor Mühlberger (Movistar) mischte ein weiterer rot-weiß-roter Athlet vorne mit, wurde mit 2:02 Min. Rückstand 14. In der Gesamtwertung verbesserte sich Konrad als bester Österreicher mit nun 30:52 Minuten Rückstand auf den 20. Platz.

Gut 45 km vor dem Ziel versuchte Matthews einen Ausreißversuch, drei weitere Fahrer, darunter Großschartner, zogen mit. Schließlich kristallisierte sich ein Spitzentrio mit Matthews, Großschartner und Oldie Luis Leon Sanchez heraus, das mit rund 36 Sekunden Vorsprung auf die 23-köpfige Verfolgergruppe um Konrad und Mühlberger den letzten Anstieg in Angriff nahm. Das war für Sanchez und Großschartner zu wenig, nur Matthews hielt durch, holte sich im Duell mit dem Italiener Alberto Bettiol die Bergwertung kurz vor dem Ziel und rollte schließlich ungefährdet als Erster über die Linie.

“Eigentlich liegt mir so ein Finale, aber heute hatte ich einfach nicht die Beine. Ich kämpfe seit einer Woche mit einer Erkältung und bin einfach noch nicht bei 100 Prozent”, sagte Großschartner in einer Bora-Aussendung. “Heute war um vieles besser als die letzten Tage, aber am Ende war ich einfach nicht gut genug. Die Anfangsphase war brutal schwer und da musste ich schon viel investieren. Ich hoffe, ich bekomme noch einmal eine Chance, es kommen sicherlich noch Etappen, die mir liegen.”

Am Sonntag steht den Fahrern bei der 109. Tour de France der wohl heißeste Tag der diesjährigen Tour bevor. Bis zu 40 Grad kann es auf der 15. Etappe über 202,5 Kilometer von Rodez nach Carcassonne heiß werden. Für die Sprintspezialisten ist es eine der letzten Chancen auf einen Etappensieg.

Von: apa

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