Der Franzose bleibt eine Klasse für sich

66. Weltcup-Sieg von Fourcade – Landertinger vor Eder 6.

Mittwoch, 10. Januar 2018 | 16:25 Uhr

Martin Fourcade dominiert weiter im Biathlon-Weltcup. Der 29-jährige Franzose gewann am Mittwoch in Ruhpolding den Einzelbewerb über 20 Kilometer trotz einer Strafminute für einen Fehlschuss klar vor dem fehlerfreien Tschechen Ondrej Moravec (+1:01,0 Min.) und feierte damit seinen bereits 66. Weltcup-Sieg. Dominik Landertinger wurde unmittelbar vor seinem ÖSV-Teamkollegen Simon Eder Sechster.

Beide Österreicher verzeichneten einen Fehler beim Schießen. “Ich bin natürlich voll zufrieden. Genial, dass am Ende so ein super Resultat herausgeschaut hat. Das habe ich, vor allem auch für den Kopf, dringend gebraucht. Läuferisch war ich zwar nicht bei den Schnellsten dabei, aber ich habe mich gut durchgekämpft. Schießtechnisch habe ich sauber gearbeitet”, lautete der erste Kommentar von Landertinger. Der Tiroler hatte erst in der Vorwoche in Oberhof sein Weltcup-Comeback nach einer Mitte September durchgeführten Bandscheibenoperation gegeben.

Auch Eder, der zuletzt wegen eines Infekts im Weltcup gefehlt hatte, sprach von einem “super Einstieg” nach der Krankheitspause. “Das Hauptziel war, Punkte für den Massenstart zu holen, damit ich dort wieder dabei bin. Ich habe heute einfach probiert, mein Tempo zu laufen. Dass es so aufgeht, mit dem besten Ergebnis der Saison, ist einfach cool. Ich mag die Strecke vom Profil her, hatte heute aber auch gutes Material”, betonte der Salzburger.

Julian Eberhard zählte zwar zu den Schnellsten in der Loipe, landete aber nach sieben Strafminuten nur an 89. Stelle. Sein Bruder Tobias trat wegen Halsschmerzen nicht an. Für David Komatz (61.) und Daniel Mesotitsch (68./jeweils zwei Strafminuten) gab es keine Weltcup-Punkte.

Für Fourcade war es der bereits dritte Sieg en suite und der fünfte in diesem Winter. Der Gesamtweltcup-Seriensieger stand damit auch im elften Bewerb der Olympia-Saison auf dem Podest und baute seine Weltcup-Führung auf den Norweger Johannes Thingnes Bö, der mit einer Strafminute knapp hinter Moravec auf Platz drei landete, auf 50 Punkte aus.

Von: apa

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