Bruno Labbadias Wolfsburger haben es selbst in der Hand

Abstiegsfinale als Schlussakt in deutscher Bundesliga

Sonntag, 06. Mai 2018 | 12:56 Uhr

Die deutsche Fußball-Bundesliga erlebt in der letzten Runde am kommenden Wochenende ein Abstiegsfinale als Fernduell zwischen dem Hamburger SV und dem VfL Wolfsburg. Für den HSV sind die Chancen, den erstmaligen Absturz in die 2. Liga zu vermeiden, nach dem 0:3 in Frankfurt am Samstag allerdings drastisch gesunken. Spannung bietet auch das Rennen um die Plätze im Europacup.

HSV-Wunderglaube: Nach dem 0:3 bei Eintracht Frankfurt und weiterhin zwei Punkten Rückstand auf den VfL Wolfsburg brauchen die Hamburger am Samstag ein kleines Fußball-Wunder, um den erstmaligen Abstieg zu verhindern. Den Hanseaten hilft nur ein Sieg gegen Borussia Mönchengladbach bei gleichzeitiger Schützenhilfe des Fixabsteigers Köln in Wolfsburg. “Wir wissen, dass im Fußball viel möglich ist. Alle glauben noch daran”, versicherte HSV-Trainer Christian Titz.

VfL-Zitterpartie: Den taumelnden Wolfsburgern blieb trotz der 1:4-Abfuhr in Leipzig das Schlimmste erspart. Die Niedersachsen sind weiter auf dem Relegationsplatz und könnten sich mit einem Sieg gegen Köln sogar direkt retten, wenn Freiburg gegen Augsburg verliert. Es wird das große Zittern für den VfL und den SC. “Wir müssen an einem Strang ziehen, es geht um den Verein”, bat Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia die wütenden Fans. Auf der Heimfahrt wurde der Bus umgeleitet, weil 100 Anhänger vor der Geschäftsstelle warteten.

Mainz-Rettung: Mainz 05 ist überraschend schon alle Sorgen los. Groß war der Jubel nach dem 2:1 bei Peter Stögers Borussia Dortmund. “Es ist ein unbeschreibliches Gefühl”, schwärmte Trainer Sandro Schwarz. Trotz vieler Rückschläge und miserabler Partien hatte der FSV am Coach festgehalten.

Vizemeister: Schalke 04 sicherte sich mit den Österreichern Alessandro Schöpf und Guido Burgstaller mit einem 2:1 in Augsburg vorzeitig Platz zwei und die Champions-League-Qualifikation. “Wir sind sehr stolz, dass wir die Schalker Familie glücklich machen können”, sagte Trainer Domenico Tedesco, der die Königsblauen nach unruhigen Zeiten wieder zurück in die Bundesliga-Spitze führte.

Champions League: Aus vier mach zwei heißt es im Rennen um die Champions-League-Plätze. Coach Peter Stöger muss nach der Blamage gegen Mainz mit Dortmund (55 Punkte) bis zum Schluss um den Einzug in die Königsklasse bangen, im Duell mit dem Tabellenvierten aus Hoffenheim (52) könnte es noch einmal eng werden. Auch der Fünfte aus Leverkusen (52) und der Sechste aus Leipzig (50) sind noch im Geschäft um das Millionenspiel. “Eine Schlacht müssen wir noch schlagen, mal sehen, mit was wir uns belohnen werden”, meinte RB-Trainer Ralph Hasenhüttl.

Von: APA/dpa

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