Die Köpfe sind wieder aufgerichtet, die Südstädter wieder guter Dinge

Admira glaubt noch an EL-Quali-Aufstieg gegen Liberec

Dienstag, 02. August 2016 | 11:23 Uhr

Trotz der ungünstigen Ausgangslage glaubt man im Lager von Admira Wacker weiterhin an den Aufstieg ins Play-off für die Fußball-Europa-League. Vor dem Rückspiel in der dritten Qualifikationsrunde am Mittwoch (18.00 Uhr/live ORF eins) auswärts gegen Slovan Liberec zeigte sich Trainer Oliver Lederer überzeugt davon, dass seine Truppe den 1:2-Rückstand aus dem Hinspiel noch drehen kann.

“Es ist uns bewusst, dass Liberec die deutlich besseren Karten hat, aber unsere Europacup-Bilanz in der Fremde kann sich sehen lassen. Wir sind immer für Tore gut”, erklärte Lederer mit Blick auf das 3:2 bei Spartak Myjava und das 2:0 bei FC Kapaz Ganja.

Um doch noch die Wende zu schaffen, bedarf es allerdings im Vergleich zum ersten Duell am vergangenen Donnerstag einer deutlichen Steigerung. “Wir müssen im Ballbesitz viel mutiger und im Spielaufbau konkreter sein und dürfen nicht zu früh lange Bälle spielen. Außerdem müssen wir die Liberec-Spieler zwischen den Linien besser kontrollieren und konsequenter in der Formation bleiben”, forderte Lederer.

Im Hinspiel schien dies erst in der zweiten Hälfte zu gelingen – dann aber wurde der Spielfluss der Admira durch Flutlichausfälle gestoppt. “Ich möchte zu diesem Thema gar nichts mehr sagen”, meinte der 38-Jährige und verwies in diesem Zusammenhang auf die Aussagen von Liberec-Coach Jindrich Trpisovsky nach der Partie in der Südstadt. “Er hat gemeint, dass sie sich dadurch besser auf unser Spiel einstellen konnten.”

Trpisovsky schonte am Sonntag beim 0:3 auswärts gegen Mlada Boleslav einige Stammkräfte, was prompt eine 0:3-Niederlage zur Folge hatte. “Bei Liberec liegt der Fokus klar auf dem Europacup, die werden gegen uns mit voller Montur antreten, was die Aufgabe umso schwieriger macht”, vermutete Lederer.

Der Admira-Betreuer hingegen verzichtete beim 1:2 am Sonntag in St. Pölten auf große Rotationen, weil er sein Team ungeachtet des dichten Spielplans in guter körperlicher Verfassung sieht. Von möglichen physischen Problemen durch die Doppelbelastung will Lederer nichts wissen. “Jedes Spiel ist eine Option, um sich weiterzuentwickeln und Erfahrungen zu sammeln. Wir spielen zwar öfter als andere Clubs, aber wir spielen ja gern. Das muss meine Mannschaft verkraften, und ich habe da großes Vertrauen in sie.”

Mehr Kopfzerbrechen als die körperlichen Verschleißerscheinungen bereitet Lederer die Tatsache, seine Kicker nur kurz auf das Liberec-Match einstellen zu können. Am Montag war Regeneration angesagt, am Dienstag erfolgte die inklusive Mittagessen-Stopp sechsstündige Busreise in die nordböhmische Stadt, wo am Abend das Abschlusstraining auf dem Programm stand. Am Donnerstag kehren die Admiraner zurück, am Freitag geht dann schon die letzte Einheit vor dem Duell mit dem Tabellenzweiten Altach am Samstag über die Bühne.

Von: apa

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