Jubel bei Altach

Altach nach 3:1-Sieg gegen Gent im EL-Play-off, Sturm out

Donnerstag, 03. August 2017 | 22:51 Uhr

Fußball-Bundesligist SCR Altach hat den bisher größten internationalen Erfolg der Vereinsgeschichte wiederholt und auch in seiner zweiten Europacup-Saison das Play-off um den Einzug in die Europa League erreicht. Das gelang den Vorarlbergern am Donnerstag mit einem 3:1-Heimsieg gegen Gent. Sturm Graz schied hingegen nach einem achtbaren 1:1 gegen Fenerbahce in Istanbul in der dritten Runde aus.

Die Altacher überraschten in der dritten Quali-Runde KAA Gent. Nach einem 1:1 im Hinspiel in Belgien siegten die Altacher nun in Innsbruck. Die Tore erzielten Moumi Ngamaleu (11.), Stefan Nutz (76.) und Kristijan Dobras (88.) bzw. Danijel Milicevic per Elfmeter (44.). Für den erstmaligen Einzug in eine Europacup-Gruppenphase hat Altach noch eine Hürde zu meistern.

Neben den Vorarlbergern stehen auch Meister Salzburg und Vizemeister Austria im Europa-League-Play-off. Die Auslosung erfolgt am Freitag (13.00 Uhr) in Nyon.

Altach-Trainer Klaus Schmidt setzte vor 3.850 Zuschauern auf dem Tivoli, auf den Altach wie vor zwei Jahren in dieser Phase ausweichen musste, auf Routinier Hannes Aigner als Solospitze. In der Anfangsphase hatten die favorisierten Belgier, Ligadritter der vergangenen Saison, etwas mehr vom Spiel – bis die Altacher einmal mehr in dieser Saison einen frühen Treffer erzielten.

Gent, in der Vorsaison erst im Europa-League-Achtelfinale gescheitert, reagierte auf den Rückstand mit Härte. Simon Piesinger musste bereits Mitte der ersten Hälfte mit einer Knöchelverletzung vom Platz (26.). Kurz nach Seitenwechsel schwächten sich die Belgier dann selbst: Stefan Mitrovic wurde für ein Vergehen im Laufduell mit Ngamaleu mit seiner zweiten Gelben Karte vom Platz gestellt (49.). Danach gelangen den Vorarlbergern noch zwei Treffer.

Drei Runden haben die Altacher damit überstanden, eine fehlt noch zur Gruppenphase. Bei ihren ersten Europacup-Auftritten 2015 hatten die Rheindörfler in der dritten Quali-Runde zur Europa League Vitoria Guimaraes aus Portugal ausgeschaltet, waren dann aber im Play-off an Belenenses Lissabon gescheitert.

Die Hoffnungen von Sturm Graz auf eine Überraschung in der Qualifikation für die Fußball-Europa-League erfüllten sich dagegen nicht. Mit einem Gesamtscore von 2:3 verpassten die Grazer den Einzug ins Play-off. Nabil Dirar hatte die Hausherren in der 32. Minute in Führung gebracht, Philipp Huspek gelang in der 66. Minute nur noch der Ausgleich für Sturm.

Vor den Augen des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan diktierten die Hausherren von Beginn an das Geschehen, ohne allzu viel Risiko zu nehmen. Auf der Gegenseite verliefen die Angriffsversuche von Sturm regelmäßig im Sand, womit echte Torchancen Mangelware waren.

Auch nach dem Seitenwechsel dauerte es lange Zeit, bis den Steirern erstmals ein Konter glückte: Peter Zulj setzte sich auf der linken Seite durch und spielte den Ball zur Mitte auf Huspek, der Hasan Ali ein Gurkerl schob und danach zum 1:1 einschoss (66.).

Fenerbahce begann daraufhin leicht zu wanken, die Nervosität der Hausherren war phasenweise deutlich spürbar. Am Ende blieb es dabei, dass Sturm weiterhin seit sechs Jahren auf eine Teilnahme an der Europa-League-Gruppenphase warten muss. Bisher schafften es die Steirer zweimal (2009, 2011) in die Hauptrunde dieses Bewerbs.

Von: apa