Sampaoli setzt auf Icardi (L) und Messi

Argentinien im Klassiker gegen Uruguay unter Erfolgsdruck

Mittwoch, 30. August 2017 | 11:20 Uhr

Argentinien steht im Fußball-Klassiker gegen Uruguay unter Druck. Nur ein Sieg würde dem Vizeweltmeister am Donnerstag (Freitag 1.00 Uhr MESZ) im Rennen um die Teilnahme an der WM in Russland 2018 weiterhelfen. Als Fünfter der Südamerika-Qualifikation liegen Lionel Messi und Co aktuell außerhalb der fix vergebenen Startplätze. Uruguay könnte die Sorgen des großen Nachbarn größer werden lassen.

Im ersten Pflichtspiel-Auftritt unter dem neuen Teamchef Jorge Sampaoli könnte Argentinien (22 Punkte) mit einem Sieg den Spieß aber umdrehen, und sich vor den aktuellen Dritten Uruguay (23) setzen. Gespielt wird in Montevideo in jener Stätte, die die Rivalität der beiden Weltmeister begründet hat. 1930 besiegte Uruguay die Argentinier im Finale der ersten WM-Endrunde der Geschichte im Centenario-Stadion mit 4:2.

Bei Argentinien ist Lionel Messi nach Ablauf seiner Sperre wieder verfügbar. Am Superstar vom FC Barcelona richtet Sampaoli sein Spiel wenig überraschend aus. Neben Messi sollen Paulo Dybala von Juventus Turin sowie Mauro Icardi von Inter Mailand für Betrieb in Uruguays Abwehr sorgen. In Icardi setzt Sampaoli große Hoffnungen: “Wir brauchen einen Stürmer, der nicht nur Tore schießt, sondern sie auch vorbereiten kann.”

Dass der wie Messi in Rosario geborene und in jungen Jahren nach Spanien ausgewanderte Icardi beides kann, hat er schon bewiesen. Der 24-Jährige hat in 148 Spielen für Inter 82 Tore erzielt, am Wochenende traf der Kapitän der Mailänder zweimal gegen die Roma. Für die Nationalelf hat er dennoch erst einen Einsatz absolviert. An seiner Stelle verzichtete Sampaoli nun auf Gonzalo Higuain, der nicht einmal nominiert wurde.

“Die Realität ist, dass wir in Russland derzeit nicht dabei sind und nur noch wenig Zeit bleibt”, wusste Sampaoli um die Bedeutung der Partie. Nach dem “Derby del Rio de la Plata” geht es für die Argentinier am kommenden Dienstag im Heimspiel gegen Venezuela weiter. Uruguay bangte vor dem Spiel noch um Star-Angreifer Luis Suarez, der zuletzt aufgrund einer Knieverletzung ausfiel. In Topform befindet sich indes Edinson Cavani, der für Paris Saint-Germain in dieser Saison bereits fünfmal traf.

Für Russland qualifizieren sich in Südamerika nur die ersten vier Nationen direkt, der Fünfte muss ins Play-off gegen ein Team aus Ozeanien. Brasilien hat sich für die WM bereits qualifiziert. Der Rekord-Weltmeister trifft in der Nacht auf Freitag auf Ecuador. Chile und Kolumbien, Argentiniens Rivalen um die vorderen Plätze, sind zuhause gegen Paraguay bzw. in Venezuela im Einsatz.

Von: APA/ag.