Wechsel zu Arsenal steht im Raum

Aubameyangs Eskapaden sorgen bei BVB-Kickern für Unruhe

Samstag, 20. Januar 2018 | 16:06 Uhr

Der Problemfall Aubameyang geht beim deutschen Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund auch den Profi-Kollegen auf die Nerven. Nur zwei Punkte in zwei Spielen 2018 drücken zudem auf die Stimmung beim Club des Wiener Trainers Peter Stöger. Stürmerstar Pierre-Emerick Aubameyang fehlte zwar am Freitag beim 1:1 in Berlin, hatte zeitgleich aber offenbar Spaß beim Hallenkick mit Freunden.

Unmittelbar nach Abpfiff bei der Hertha tauchten Fotos auf, die Aubameyang in der Zeit des BVB-Gastspiels beim Spiel in der Halle zeigten, wie die “Bild”-Zeitung berichtete. “Ich habe die Fotos nicht gesehen. Grundsätzlich beschäftigt es mich nicht, wenn er in irgendeiner Ecke kickt”, bemerkte Stöger. “Vielleicht hat er gedacht, er muss ein bisschen mehr machen, weil er heute nicht dabei ist”, sagte BVB-Spieler Andre Schürrle.

Wie sehr die unklare Situation um Aubameyang trotz anderslautender Erklärungen der Verantwortlichen den Verein belastet, machte Schürrle deutlich. “Das ist ein großes Thema in der Mannschaft, das ist klar. Das schafft Unruhe und Kopfschütteln in der ganzen Mannschaft. Es ist nicht ganz so einfach, das alles abzuschalten und sich immer wieder nur auf den Fußball zu konzentrieren”, berichtete der Offensivmann. “Weil es abseits vom Platz fast nur um ein Thema geht. Deswegen ist es keine einfache Situation.”

Aubameyang ist an einem Clubwechsel in der Winterpause interessiert. Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bestätigte am Samstag eine “erste Anfrage” von Arsenal. “Die Summen, die seit heute Mittag aus England genannt werden, kommentieren wir nicht”, erklärte der Clubchef der Zeitung “Ruhr Nachrichten”.

Davor hatte das Fachmagazin “kicker” von einem offiziellen Angebot der Londoner über mehr als 50 Millionen Euro berichtet. Auf Fotos von seinem Hallenkick mit Freunden ist Aubameyang ausgerechnet mit einem Dortmund-Dress von Ousmane Dembele zu sein. Der Franzose hatte seinen Wechsel zum FC Barcelona im vergangenen Sommer mit einem Streik erzwungen.

Von: APA/dpa