Auböck polierte die Bilanz kräftig auf

Auböck und Synchron-“Nixen” überzeugten bei Budapest-WM

Sonntag, 30. Juli 2017 | 13:02 Uhr

Österreichs Aktive haben bei den am Sonntag zu Ende gegangenen 17. Schwimm-Weltmeisterschaften in Budapest mit sechs Finalplatzierungen bilanziert. Vier gingen auf das Konto der Synchronschwimmerinnen. Vasiliki Pagona Alexandri wurde im Solo zweimal Achte, ihre Drillingsschwestern Anna Maria und Eirini Marina im Duett Achte und Neunte. Im Schwimmen polierte Felix Auböck die Bilanz kräftig auf.

Der 20-Jährige resümierte nach den Rängen 5, 6, 12 und 17 mit sich zufrieden. “Für mich war es eine extreme Steigerung”, sagte der Niederösterreicher zur APA, ehe er am Montag mit den Teamkollegen nach Wien zurückreist. Zudem sieht er sich schwimmtechnisch verbessert, gereifter. Punkto Durchhaltevermögen sah er sich auf einem guten Weg, ein Einbruch blieb aus. “Das wird konstant besser.”

Allerdings hatte Auböck mit der Regeneration zu kämpfen. Für die Mittel- und Langstreckenkrauler ist das Programm besonders fordernd, da es an den ersten vier Tagen Schlag auf Schlag geht. Die zwei Tage der Regeneration vor dem 1.500er reichten beim OSV-Jungstar zur vollständigen Erholung dann nicht ganz aus. Daher denkt der Bad Vöslauer stark daran, künftig auf die für ihn intensive 200-m-Belastung zu verzichten.

Dann hätte er auch bessere Chancen gegen die Spezialisten, Medaillengarantie gibt ihm das aber auch auf kontinentaler Ebene keine. “Gerade die langen Strecken sind total in europäischer Hand”, verdeutlichte Auböck. Neben den 200 m Delfin der Damen waren bloß über 800 m Kraul der Herren nur Europäer auf dem Podest, Auböck war als Sechster Fünftbester des Kontinents. Im 1.500-m-WM-Finale standen sieben Europäer.

Auböcks Hauptziel für die nächste Saison sind die Langbahn-Europameisterschaften im August in Glasgow. Noch für heuer sind von 13. bis 17. Dezember in Kopenhagen die Kurzbahn-Europameisterschaften fixiert. Der Kraulspezialist wird daran eher nicht teilnehmen, da die Titelkämpfe in der Uni-Prüfungszeit liegen. Festlegen möchte er sich aber erst im Herbst, da er seinen genauen Semesterplan erst im September erhält.

Die restlichen drei Aktiven in Österreichs Team konnten mit den Leistungen Auböcks nicht Schritt halten. Patrick Staber schaffte zum Abschluss über 400 m Lagen in 4:19,15 Minuten immerhin persönliche Bestzeit und landete an der 16. Stelle. Für Caroline Pilhatsch und Christopher Rothbauer reichte es bei je zwei Starts zu keiner persönlichen Bestmarke und zu keinem Platz in den Top 20. Aufgrund seiner Jugend von maximal Jahrgang 1996 ist dem Trio aber eine gute Zukunft zuzutrauen. Die Qualifikation für Budapest war schon einmal ein Qualitätsmerkmal.

Sonst machten eben die drei Synchron-Nixen Lust auf mehr. Allmählich arbeiten sich die 19-Jährigen in den Ergebnislisten nach vor. Im “Open Water” gab David Brandl sein WM-Debüt, unabhängig von den Rängen 32 und 38 sollte es mit Freiwasser-Routine besser gehen. Constantin Blaha gab seinen Abschied mit den Rängen 16 und 19. Mittelfristig wird es mit österreichischen Wasserspringern bei Großereignissen nun eng.

Patrick Staber sprach von einem “guten Abschluss” der WM. “Vor allem, nachdem ich Anfang der Woche noch einen Virus hatte, der mich viel Energie gekostet hat”, meinte der WM-Debütant und bezeichnete die persönliche Bestmarke als Schritt nach vorne.

“Diese WM war eine dieser notwendigen Erfahrungen. Je öfter wir dabei sind, umso gelassener werden wir an den Start gehen und dann sind die Leistungen auch noch besser”, erklärte Staber.

OSV-Sportdirektor Dario Taraboi zog durchwegs zufrieden Bilanz. “Wir waren mit einem kleinen und sehr jungen Team am Start und ich bin mit den Ergebnissen wirklich zufrieden. Es waren tolle Ergebnisse unserer jungen Athleten”, betonte Taraboi nach seinem ersten Großereignis mit österreichischen Sportlern. Er hob Auböck noch hervor. “Er ist ein wirklich großes Versprechen für die Zukunft. Das wird auch dem Team helfen.” Schon bei der Kurzbahn-EM im Dezember will Taraboi mit einem größeren Team vertreten sein.

Von: apa

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