Seine stärkeren Disziplinen sind 800 und 1.500 Meter

Auböck verzichtet bei WM über 200 m Kraul auf “Swim-off”

Montag, 24. Juli 2017 | 19:54 Uhr

Felix Auböck hat auf eine mögliche WM-Semifinal-Teilnahme bei der WM in Budapest verzichtet. Der Niederösterreicher belegte am Montagvormittag im Vorlauf über 200 m Kraul in 1:47,40 Minuten Platz 16, zeitgleich mit dem Ägypter Marwan Elkamash. Doch Auböck, am Vortag WM-Fünfter über 400 m Kraul, verzichtete nach Rücksprache mit seinen Betreuern im Hinblick auf das weitere WM-Programm aufs Swim-off.

“Felix hat gute Chancen über 800 Kraul, und er soll sich dafür ausrasten”, erklärte Michael Bottom, Headcoach der University of Michigan, an der Auböck studiert und trainiert. “Das Swim-off gegen Elkamash hätte er ziemlich sicher gewonnen. Er hat ihn in direkten Duellen bisher immer besiegt. Aber es macht keinen Sinn. Seine besseren Disziplinen sind 800 und 1.500, und die kommen noch.”

Auböck verpasste seine 200-m-Bestleistung um 16/100 Sekunden. “Das war nichts Besonderes, aber es war okay. Knapp über der Bestzeit ist immer okay. Die letzten 50 m waren auch noch sehr gut, aber ich habe mich schon ein wenig müde gefühlt”, erklärte der 20-Jährige. “Ein Duell um den Semifinaleinzug hätte mich noch mehr Kraft gekostet. Da die 800 schon morgen sind, haben wir entschieden, den Start zurückzuziehen und auf ein mögliches Semifinale zu verzichten.”

Caroline Pilhatsch war nach ihrem ersten WM-Einsatz über 100 m Rücken mit 1:02,10 Minuten und Platz 29 nicht ganz zufrieden. “Leider habe ich den Start nicht optimal erwischt, und auch bei der Wende habe ich Zeit liegen gelassen”, lautete der selbstkritische Kommentar der 18-jährigen Grazerin. “Die ersten 50 waren mit 29,6 dafür sehr gut, was mich auch optimistisch stimmt für die 50 m Rücken am Mittwoch.”

Der ungarische Superstar Katinka Hosszu holte am Montag bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Budapest wie erwartet bei den Beckenbewerben die erste Goldmedaille für das Veranstalterland. Die 28-Jährige gewann zum Abschluss der Finalsession über 200 m Lagen überlegen in 2:07,00 Minuten. Es sollte nur die erste mehrerer Medaillen für die Lokalmatadorin bei diesen Titelkämpfen sein.

In den anderen Bewerben des Tages wurden Weltrekorde gleich dreimal nur hauchdünn verpasst. Die Schwedin Sarah Sjöström hatte schon am Vortag als Startschwimmerin der schwedischen Kraulstaffel über 4 x 100 m Kraul zugeschlagen, bei ihrer Goldleistung über 100 m Delfin schrammte sie am Montag in 55,53 Sekunden nur um 5/100 an der Verbesserung ihrer knapp ein Jahr alten Weltrekordleistung vorbei.

Gar nur eine Hundertstel fehlten Julia Jefimowa im Semifinale über 100 m Brust. Die als Drittplatzierte in den für Dienstag angesetzten Endlauf gekommene Litauerin Ruta Meilutyte hält damit weiter mit 1:04,35 die Bestmarke. Und auch in der Vorschlussrunde über 100 m Rücken ging es in dieser Hinsicht knapp her. Die Kanadierin Kylie Masse blieb in 58,18 nur 6/100 über dem acht Jahre alten Weltrekord der Britin Gemma Spofforth.

Die beiden Herren-Finali des zweiten Wettkampftages in der Danube Arena gingen an britische Athleten. Über 100 m Brust feierte Adam Peaty in 57,47 mit 1,32 Sekunden Vorsprung auf seinen ersten Verfolger einen äußerst souveränen Favoritensieg. Sein Landsmann Benjamin Proud schlug über 50 m Delfin in 22,75 Sekunden zu. Zum Drüberstreuen lagen im Semifinale über 200 m Kraul mit Duncan Scott und James Guy zwei Briten voran.

Von: apa

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