Auböck verpasste persönliche Bestmarke

Auböcks Kraft reichte nicht für sein drittes WM-Finale aus

Samstag, 29. Juli 2017 | 18:50 Uhr

Felix Auböck bilanziert bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Budapest mit den Rängen fünf, sechs, zwölf und 17 sowie zwei nationalen Rekorden. Nach den Finaleinzügen über 400 bzw. 800 m Kraul ließ der 20-jährige Österreicher am Samstag über 1.500 m Kraul Rang zwölf folgen. Das Finale der Top acht verfehlte er um 3,46 Sekunden, seine OSV-Topmarke um 1,60 Sekunden.

Auböck hatte sich zum Ziel gesetzt, erstmals auf dieser Langbahn-Distanz unter 15 Minuten zu bleiben. Seinen österreichischen Rekord hatte er am 5. Mai 2016 in Berlin mit 15:01,18 Minuten fixiert. Letztlich ging der achte Finalplatz mit 14:59,32 Minuten weg, wäre also noch in etwa im Leistungsbereich des OSV-Jungstars gewesen. Auböck hielt in seinem Heat auch lange gut mit, erreichte im Finish das Tempo der Schnelleren aber nicht ganz.

“Ich war körperlich schon ein wenig müde, was nach sieben Wettkampftagen kein Wunder ist”, sage der Student der Universität Michigan. Mit seiner Zeit war er im Endeffekt zufrieden. “Es war ein gutes Rennen und ich hatte ein gutes Gefühl. Es waren wirklich sehr anstrengende Tage für mich. Sehr viele Rennen auf sehr hohem Niveau.”

Seine Ergebnisse bezeichnete Auböck als hervorragend. “Das ist aufbauend. Die 1.500 waren ein sehr guter Abschluss der WM.” Dass er das Swim-off um ein Semifinale über 200 m Kraul ausgelassen hat, hält der EM-Vierte des Vorjahres (400 m) rückblickend für die richtige Entscheidung. “Das wäre zu viel gewesen. Ich weiß auch nicht, ob ich noch einmal so ein Monsterprogramm mache. Wahrscheinlich werde ich künftig auf den Start über 200 verzichten.”

Auböck hatte die Möglichkeit, als erster Österreicher an einem Schauplatz in drei Langbahn-WM-Finali einzuziehen. Auf zwei Endlaufteilnahmen waren im Zeitraum von 2001 bis 2009 auch seine Landsleute Markus Rogan und Mirna Jukic gekommen, und zwar je dreimal. Am Sonntag ist in der Duna Arena aus österreichischer Sicht noch Patrick Staber über 400 m Lagen im Einsatz. Ein Einzug ins Finale der Top Acht ist hier nicht zu erwarten.

Über den 1.500er war Sun Yang wie schon vor zwei Jahren bei der WM in Kasan (Russland) trotz Nennung nicht zum Vorlauf angetreten. Der Chinese hatte im Vorlauf der Kraulbewerbe über 200 und 400 m gewonnen, war am Mittwoch über 800 m Kraul aber unmittelbar vor Auböck – für seine Verhältnisse enttäuschend – lediglich Fünfter geworden. Als unerwartet Schnellster in das für Sonntag angesetzte Finale geht Michailo Romantschuk, der Ukrainer kam auf 14:44,11 Minuten.

Zu bejubeln gab es am Samstag den neunten Weltrekord im Rahmen der aktuellen Titelkämpfe. Die Schwedin Sarah Sjöström schlug im Semifinale über die 50 Meter Kraul in 23,67 Sekunden an, womit sie die acht Jahre alte Bestmarke der Deutschen Britta Steffen um 6/100 drückte. Sjöström hatte bei diesen Titelkämpfen bereits einen neuen Weltrekord über 100 m Kraul fixiert. Sjöström hatte zum Auftakt der Finalsession auch im Finale über 50 m Delfin triumphiert. Der US-Amerikaner Calaeb Dressel gewann innerhalb von 40 Minuten sowohl über 50 m Kraul als auch über 100 m Delfin, wobei der 20-Jährige in der Delfin-Lage den acht Jahre alten Weltrekord seines Landsmanns Michael Phelps nur um 4/100 verfehlte.

Von: apa