Muss der Russe seine Medaille wieder zurückgeben?

Auch B-Probe des russischen Curlers Kruschelnitzki positiv

Dienstag, 20. Februar 2018 | 15:05 Uhr

Der russische Curler Alexander Kruschelnitzki ist nach Angaben der Delegation der Olympischen Athleten aus Russland (OAR) bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang endgültig des Dopings überführt worden. Auch die B-Probe des Bronzemedaillengewinners im neuen Mixed-Wettbewerb beweise die Einnahme der verbotenen Substanz Meldonium, teilte das OAR-Team am Dienstag mit.

Kruschelnitzki bestritt die Einnahme illegaler Substanzen zur Leistungssteigerung. “Ich sage ganz offen, dass ich im Laufe meiner Sportlerkarriere niemals verbotene Präparate oder andere unehrliche Methoden benutzt habe”, sagte der Athlet einer Mitteilung des russischen Curlingverbandes zufolge. “Ich bin strikt gegen Doping.” Die Nachricht sei ein Schock für ihn gewesen, sagte Kruschelnitzki weiter. “Es ist ein herber Schlag für meinen Ruf und auch für meine Karriere.” Es tue dem 25-Jährigen leid, dass “der historische Sieg im russischen Curling jetzt Gegenstand im Dopingskandal ist”.

Russlands Sportminister Pawel Kolobkow erklärte, dass Alexander Kruschelnitzki nicht wissentlich gedopt habe. “Es ist in diesem Fall offensichtlich, dass der Athlet keine verbotene Substanz verwenden wollte. Das macht einfach keinen Sinn”, sagte Kolobkow gemäß Medienberichten.

Von: APA/dpa/ag.