Für Flick und Alaba kommt es zu einem Wiedersehen mit Neymar

Auf Bayern wartet in Königsklasse Finalrevanche gegen PSG

Freitag, 19. März 2021 | 13:39 Uhr

Titelverteidiger Bayern München bekommt es im Viertelfinale der Fußball-Champions-League in einer Neuauflage des Endspiels der vergangenen Saison mit Paris Saint-Germain zu tun. Im zweiten Schlager der Runde trifft Rekordsieger Real Madrid auf den englischen Noch-Meister Liverpool. Das ergab die Auslosung am Freitag im UEFA-Hauptquartier im Nyon. Die Hinspiele sind für 6. und 7. April angesetzt, die Rückspiele folgen eine Woche später.

Sollten die Münchner in der Abschiedssaison von David Alaba die schwere Hürde PSG meistern, würde im Halbfinale der Aufsteiger aus dem Duell von Englands überlegenem Tabellenführer Manchester City mit dem früheren Bayern-Trainer Pep Guardiola und Borussia Dortmund warten. Das vierte Viertelfinale bestreiten Außenseiter FC Porto und Chelsea, der Sieger trifft in der Vorschlussrunde Ende April bzw. Anfang Mai auf Real oder Liverpool.

Beim Finalturnier im August in Lissabon hatten sich die Bayern dank eines Kopfballtores von Kingsley Coman vor leeren Rängen mit 1:0 durchgesetzt. Alaba tröstete mit einer innigen Umarmung nach Schlusspfiff den sichtlich enttäuschten PSG-Superstar Neymar. Der Brasilianer jagt mit dem von den Eigentümern aus Katar mit Riesensummen aufgerüsteten Ensemble aus Paris nach wie vor der wichtigsten Trophäe im Clubfußball nach.

Dasselbe gilt für Guardiola mit ManCity. Bei seiner vergangenen Station bei den Bayern war dem Katalanen der Triumph in Europa verwehrt geblieben. Mit den “Citizens” steuert er auf seinen dritten englischen Meistertitel nach 2018 und 2019 zu. Großes Ziel der Geldgeber aus Abu Dhabi bleibt aber die Champions League. Als nächste Hürde stellt sich vorerst Dortmunds Jungstar Erling Haaland in den Weg. Der Ex-Salzburger führt die CL-Schützenliste mit zehn Toren in nur sechs Saisoneinsätzen an.

Im Halbfinale sind dann ein Duell der Scheich-Clubs oder auch ein deutsches Aufeinandertreffen möglich. “Die Lose sind sehr attraktiv, wir werden auf höchstem Niveau gefordert und freuen uns auf die Spiele”, sagte Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Paris habe mit Mauricio Pochettino statt Thomas Tuchel einen neuen Trainer, der gute Arbeit leiste. Salihamidzic betonte das Ziel der Bayern, ins Finale einzuziehen. “Die Champions League ist aber auf diesem Niveau offen.”

Das dürfte auch auf das Kräftemessen von Real mit Liverpool zutreffen. Die beiden Schwergewichte waren einander zuletzt im Finale 2018 gegenübergestanden. Damals setzte sich Real in einer turbulenten Partie, in der Liverpools Stürmerstar Mohamed Salah nach einer Attacke von Sergio Ramos früh mit eine Schulterverletzung ausgeschieden war, mit 3:1 durch.

Jürgen Klopp und seine Mannen holten den Titelgewinn in der Königsklasse ein Jahr später im Endspiel gegen Tottenham – damals unter Trainer Pochettino – nach. Auch im diesjährigen Halbfinale könnte Liverpools Gegner aus dem eigenen Land kommen, gilt Chelsea mit Neo-Trainer Tuchel gegen Porto doch als Favorit. Allerdings hatten die Portugiesen im Achtelfinale bereits Juventus Turin überrascht.

In der Europa League kann es frühestens im Finale zu einem englischen Duell zwischen Manchester United und Arsenal kommen. United wurde im Viertelfinale gegen Granada gelost, auf den Aufsteiger wartet entweder Ajax Amsterdam oder AS Roma. Arsenal bekommt es mit dem Überraschungsteam Slavia Prag zu tun. Der Sieger spielt gegen Dinamo Zagreb oder Salzburg-Bezwinger Villarreal um den Finaleinzug. Das Endspiel der Europa League geht am 26. Mai in Gdansk (Danzig) über die Bühne, jenes der Champions League drei Tage später in Istanbul.

Von: apa

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