Ehemaliger Sportminister Mutko soll das Doping angeordnet haben

Auffällige Dopingproben bei russischen Nationalteamspielern

Sonntag, 20. Mai 2018 | 17:23 Uhr

Auffällige Dopingproben von mehreren Fußball-Nationalspielern aus dem vorläufigen WM-Kader Russlands sollen nicht ausreichend verfolgt worden sein. Das berichtet die ARD in der Sportschau und in der Dokumentation “Geheimsache Doping – Russlands Fußball-Freunde”, die am Pfingstsonntag ausgestrahlt werden.

Russische Funktionäre werden in den Beiträgen verdächtigt, fragwürdige Befunde vertuscht zu haben, die 2014 bei einer Razzia der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) sichergestellt worden waren. Die 155 beschlagnahmten Proben von Fußballern waren unter anderem nach Spielen in russischen Ligen genommen worden. Nach Aktenlage wurden sie – sofern auffällig – vom Kontrolllabor in Moskau vertuscht.

Die Anweisung kam dabei angeblich direkt vom damaligen Sportminister Witali Mutko. Das sagt der frühere Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors, Grigori Rodschenkow, der ARD. “Ich bekam 2008 die Order von Mutko, dass wir keine positiven Fälle im Fußball gebrauchen können”, sagte Rodschenkow, der Anfang 2016 in die USA geflüchtet ist und unter dem Zeugenschutzprogramm des FBI steht.

Die erneuten Hinweise auf Doping im russischen Sport haben WADA-Ermittler im vergangenen Oktober in Form einer Datenbank-Kopie des Moskauer Kontrolllabors erhalten. Der Chefermittler der WADA, Günter Younger, stuft die sichergestellten Befunde gegenüber der ARD als “sehr, sehr verdächtig” ein. Die WADA hat die Ergebnisse an den Fußball-Weltverband (FIFA) weitergeleitet.

Von: APA/dpa

Kommentare

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5 Kommentare auf "Auffällige Dopingproben bei russischen Nationalteamspielern"


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Dolomiticus
Dolomiticus
Tratscher
29 Tage 13 h

Nach dem Fall Schwazer ist mir die WADA ebenfalls sehr suspekt…

oli.
oli.
Universalgelehrter
29 Tage 2 h

Wer glaubt das im Russ. Sport noch was ohne Doping geht , der glaubt auch an den Weihnachtsmann .
Selbst bei meiner Frau wurde damals im Sportinternat bei den Jugendlichen unter Ärztlicher Aufsicht angefangen .
Sie hat den Absprung gewagt bevor Ihre Gesundheit kaputt ging , RUHM und GELD ist nicht alles im Leben .
Die FIFA hätte nie in Russland eine WM austragen , nicht aus politischen Gründen , sondern wenn ein STAATSDOPING im Sport bekannt ist egal ob welcher Sportart gehört das Land gesperrt.

Paul
Paul
Superredner
29 Tage 16 h

wemm wunderts…..des kimmp auser wenn im Sport Politiker mitmischen .

enkedu
enkedu
Kinig
29 Tage 11 h

ach geh. die russen sind doch brav. 😂

Schreibabundzu
Schreibabundzu
Grünschnabel
29 Tage 2 h

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