Trainer Fink glaubt an seine Mannschaft

Austria bei Heimmacht Rosenborg um Europa-League-Einzug

Mittwoch, 24. August 2016 | 15:30 Uhr

Die Wiener Austria will am Donnerstag (19.00 Uhr/live ORF eins) zum dritten Mal in der Clubgeschichte nach 2009 und 2011 in die Fußball-Europa-League einziehen. Nach dem 2:1-Erfolg gegen Rosenborg Trondheim im Ernst-Happel-Stadion stehen die Chancen für die Truppe von Chefcoach Thorsten Fink vor dem Play-off-Rückspiel im Lerkendal-Stadion nicht schlecht.

Die Wiener sind aber gewarnt, reicht den Hausherren doch aufgrund der Auswärtstorregel bereits ein 1:0 zum Weiterkommen. Und das im eigenen 21.405 Zuschauer fassenden Stadion, in dem Norwegens 23-facher Meister eine Macht ist. In der Meisterschaft (10), im Europacup (2) und im Cup (1) wurden diese Saison alle Heimspiele gewonnen. In der Liga gab es dort seit einem 1:3 gegen Stabaek IF am 16. Mai 2014 in 35 Partien keine Niederlage.

“Sie sind national der klare Favorit in allen Belangen”, weiß Fink. Trotzdem dürfe man optimistisch nach vorne blicken. “Sie haben auch vorher 19 Spiele nicht verloren und bei uns das erste Mal wieder”, hoffte Fink auf ein neuerliches Ende einer Trondheim-Serie. Mut macht der Hinspielsieg vor einer Woche. “Vom letzten Spiel konnten wir viel mitnehmen. Wir wissen, dass wir eine gute Mannschaft haben, um dort zu bestehen”, so Fink.

Ein Unentschieden oder gar eine Niederlage mit einem Tor Unterschied ab 2:3 würde den Wienern für den Aufstieg schon reichen. Mit solchen Rechnereien beschäftigt sich der Bundesligafünfte aber nicht. “Wir haben eine gute Ausgangsposition, müssen aber auch dort etwas machen. Denn wenn wir uns nur auf die Defensive verlassen, haben wir wenig Chancen, weiterzukommen”, ist sich Fink bewusst.

Das Heil soll also auch in der Offensive gesucht werden, der Idealfall wäre ein schnelles Tor. “Wir wollen nicht nur mitspielen, sondern auch gewinnen, gehen voll auf Sieg”, sprach Kevin Friesenbichler Klartext. Einen Gegentreffer musste Norwegens überlegener Tabellenführer, der bisher 2012 und 2015 in der Europa League dabei war, in der Champions-League-Qualifikation sowohl beim 3:1 gegen Norrköping als auch beim 2:1 gegen APOEL Nikosia hinnehmen. “Sie haben immer auch ein Tor bekommen, das ist eine große Chance für uns”, sagte Fink, der aus seiner aktiven Bayern-Zeit gute Erinnerungen an Trondheim hat.

Für die Tore soll Olarenwaju Kayode sorgen, Friesenbichler muss trotz seines Doppelpacks beim 3:1-Sieg gegen Altach wieder ins zweite Glied rücken. “In der Situation in Trondheim ist es klar, dass Larry der ideale Spieler ist für dieses Spiel”, legte sich Austrias Coach fest.

Seine Truppe tankte nach dem 2:1 gegen Rosenborg mit dem Sieg gegen Altach weiter Selbstvertrauen. “Wir müssen in allen Bereichen gut arbeiten. Dass wir das können, haben wir in den letzten zwei Spielen gezeigt. Das hat der Mannschaft einen Schub gegeben”, blickte Fink optimistisch voraus.

Goalie Robert Almer wusste, worauf es auf dem Weg zum ersten Austria-Europacupsieg in Norwegen im fünften Anlauf ankommen wird. “Wir müssen so auftreten wie zuletzt, aggressiv und hinten gut organisiert sein und vorne versuchen Nadelstiche zu setzen”, gab der Austria-Kapitän die Marschroute vor.

Angst vor einer neuerlichen Zitterpartie wie in Trnava in der dritten Quali-Runde haben die Wiener nicht. “Wir haben gegen Trnava gezeigt, dass wir das auch gewinnen können, von daher mache ich mir da keine Sorgen”, sagte Almer. Der ÖFB-Teamtormann hatte beim 5:4 im Elfmeterschießen den letzten Versuch der Slowaken pariert. Auf spezielles Elfertraining wurde aber verzichtet. “Wir haben das letztes Mal nicht trainiert und es hat uns Glück gebracht, von daher wollten wir das jetzt auch nicht machen”, erklärte Fink.

Der Einzug in die Gruppenphase wäre für die Weiterentwicklung der Mannschaft enorm wichtig. “Es geht um viel. Wir sind nicht Favorit, wollen aber in die Gruppenphase reinkommen. Das wäre für den ganzen Verein wichtig, um den nächsten Schritt machen zu können”, sagte der 48-jährige Deutsche.

Von den Auswärtsreisen ist sein Team heuer im Europacup immer als Sieger nach Hause gekehrt. Bei Kukesi gewannen die Wiener 4:1, in Trnava stand es nach der Verlängerung 1:0. Zudem sind die Wiener in der Europacup-Qualifikation in der Fremde vier Partien ungeschlagen. Als Verlierer musste man zuletzt am 25. August 2011 vom Platz gehen – beim 0:1 bei Gaz Metan Medias im Europa-League-Play-off. Das Ergebnis würde diesmal das Out bedeuten.

Von: apa

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