Sinnbildliches Gurkerl für Sokratis

Bayern deklassierte Borussia Dortmund 6:0

Samstag, 31. März 2018 | 21:07 Uhr

Der FC Bayern hat seinen großen Rivalen in der deutschen Fußball-Bundesliga gedemütigt. Die Münchner fuhren am Samstag gegen Borussia Dortmund vor eigenem Publikum einen 6:0-Kantersieg ein. Fünf Tore erzielten die Münchner gegen die von Peter Stöger gecoachten Gäste vor der Pause.

Robert Lewandwoski brachte die Bayern schon in der 5. Minute in Führung, James Rodriguez (14.) nach Assist von David Alaba, Thomas Müller (23.), wieder Lewandowski (44.) und Franck Ribery (45.+2) legten noch vor dem Halbzeitpfiff nach. Nach dem Seitenwechsel ließ es der Rekordmeister deutlich ruhiger angehen, schaffte aber dank Lewandowski (88.) noch ein weiteres Tor.

Alaba bot in der ersten Hälfte eine starke Leistung, wurde aber zur Pause ausgetauscht. Der ÖFB-Star hatte offenbar eine leichte Fußverletzung erlitten, wurde aber wohl auch schon in Hinblick auf das Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League am Dienstag gegen den FC Sevilla geschont.

Einziger kleiner Wermutstropfen für die Bayern war die Tatsache, dass Schalke zuvor gegen Freiburg gewonnen hatte. Dadurch sind die Münchner noch nicht definitiv deutscher Meister, können das aber am kommenden Wochenende nachholen.

Dortmund-Trainer Peter Stöger war nach der ersten BVB-Niederlage im 13. Meisterschaftsspiel unter seiner Führung schwer enttäuscht. “Wir haben zu viele Fehler gemacht und die Grundtugenden total vermissen lassen”, sagte der Wiener auf Sky. Sein Resümee lautete: “Guter Gegner, wenig Gegenwehr.”

Die Chancen auf einen längeren Verbleib bei Dortmund dürften sich durch das Debakel nicht verbessert haben. “Aber mein Leben definiert sich nicht dadurch, dass ich beim BVB an der Seitenlinie stehe”, betonte Stöger.

Schon vor der Partie hatte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in der offenen Trainerfrage bei den Münchnern für die kommende Saison eine Entscheidung noch im Frühjahr angekündigt. “Ich gehe davon aus, dass wir bis Ende April unseren neuen Trainer präsentieren”, sagte Rummenigge auf Sky. “Wir wollen einen deutschsprachigen Trainer”, ergänzte Rummenigge. Es sei der Wunsch von Coach Jupp Heynckes, sein Engagement beim Meister im Sommer wieder zu beenden.

Nach den Wechsel-Spekulationen um Lewandowski schloss Rummenigge einen vorzeitigen Abgang des Polen im Sommer erneut aus. Der Angreifer spiele in der kommenden Saison “sicher beim FC Bayern”. Zuletzt hatte es wieder Spekulationen um einen möglichen vorzeitigen Abschied Lewandowskis zu Real Madrid gegeben.

Der 28. Fußball-Meistertitel ist für die Bayern nach dem Torfestival gegen den BVB noch nicht perfekt, weil Schalke 04 den SC Freiburg am Samstag-Nachmittag 2:0 geschlagen hat. Im Abstiegskampf kam der Hamburger SV beim VfB Stuttgart nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Für den 1. FC Köln kam es ganz bitter: Die Domstädter verloren 0:6 bei 1899 Hoffenheim. Leipzig gewann 3:2 bei Hannover 96. Bayer Leverkusen und der FC Augsburg trennten sich 0:0. In der Tabelle führt Bayern sechs Runden von Saisonende mit 69 Punkten vor Schalke (52) und Dortmund (48).

Von: apa