Beim FC Bayern heißt es derzeit: Alles Müller, oder was?

Bayern ohne Alaba bei Hoffenheim gefordert – Müller im Fokus

Freitag, 08. September 2017 | 15:47 Uhr

Deutschlands Fußball-Meister Bayern München steht am Samstag (18.30 Uhr) ein Härtetest bevor. Die Münchner müssen ohne den verletzten ÖFB-Star David Alaba zu 1899 Hoffenheim. Die Hoffenheimer haben in der vergangenen Saison zu Hause kein einziges Ligaspiel verloren. Gegen die Bayern bejubelte der spätere Ligavierte im April einen 1:0-Sieg.

“Hoffenheim ist eine gefährliche Mannschaft”, meinte Bayern-Trainer Carlo Ancelotti. “Sie spielen mit viel Intensität. Es wird schwierig, aber wir haben Selbstvertrauen.” Saisonübergreifend haben die Münchner acht Pflichtspiele in Folge (inkl. Supercup) gewonnen. Thema Nummer eins blieb aber auch nach der zweiwöchigen Länderspielpause die Personalie Thomas Müller.

Der deutsche Weltmeister ist fit, von einem fixen Stammplatz kann er dennoch nicht ausgehen. Er wisse um die Vergangenheit und die Bedeutung des bald 28-Jährigen für den Club, betonte Ancelotti. “Müller ist ein wichtiger Spieler für uns, aber es sind viele wichtige Spieler hier. Man kann nicht das ganze Jahr mit denselben elf Spielern spielen, es wird eine Rotation geben.”

Alleine bis 1. Oktober stehen den Bayern in etwas mehr als drei Wochen sieben Spiele bevor. “Es beginnt ein wichtiger Moment”, sagte Ancelotti. Er kündigte an, statt Alaba, der an einer Sprunggelenksverletzung laboriert, Rafinha links in der Verteidigung einzusetzen. Österreichs U21-Teamspieler Marco Friedl muss sich vorerst weiter hinten anstellen. Gleiches gilt bei Hoffenheim für Florian Grillitsch und Robert Zulj.

Tabellenführer Borussia Dortmund gastiert beim SC Freiburg mit dem zuletzt erstmals in die A-Nationalmannschaft berufenen Philipp Lienhart, Bayer Leverkusen nach nur einem Punkt aus zwei Spielen in Mainz. ÖFB-Teamkapitän Julian Baumgartlinger, zuletzt bereits nur Ersatz, verpasst das Duell mit seinem Ex-Club laut Leverkusen-Trainer Heiko Herrlich wegen eines ansteckenden Infekts.

Schlusslicht Werder Bremen will am Sonntag bei Hertha BSC Berlin ebenso erstmals in dieser Saison anschreiben wie Trainer Peter Stöger am Samstag mit dem 1. FC Köln beim FC Augsburg. “Wir müssen wieder zur Normalität zurückkehren und können die beiden Niederlagen einordnen”, hofft Stöger rechtzeitig vor dem ersten Europa-League-Auftritt am Donnerstag bei Arsenal auf eine Trendwende.

Bei Schalke 04 kehrt ÖFB-Teamspieler Alessandro Schöpf nur vier Monate nach seinem Teilriss des vorderen Kreuzbandes in den Kader zurück. Die Gelsenkirchner empfangen den VfB Stuttgart. Auf seinen ersten Saisoneinsatz in Schalkes Startformation darf Stürmer Guido Burgstaller hoffen. Der Kärntner, der wegen einer Fußprellung zuletzt für die WM-Quali-Spiele in Wales (0:1) und gegen Georgien (1:1) ausgefallen war, ist wieder fit.

Von: apa