Heynckes erlaubt maximal Mini-Feier

Bayern vor dem Titelgewinn, aber keine Party geplant

Freitag, 06. April 2018 | 14:23 Uhr

Der FC Bayern München greift nach der Meisterschale in der deutschen Fußball-Bundesliga. Mit einem Auswärtssieg im Bayern-Derby am Samstag (15.30 Uhr) in Augsburg würden die Münchner schon fünf Runden vor Schluss den 28. Meistertitel fixieren. Trainer Jupp Heynckes, der auf ÖFB-Star David Alaba (Rückenprobleme) verzichten muss, hält von einer Meisterparty zu diesem Zeitpunkt aber nichts.

“Feiern können wir dann, wenn die Gelegenheit richtig dazu da ist, dass man dann auch mal die Sau raus lassen kann”, sagte Heynckes am Tag vor der erwarteten Titelkür. Aber: “Sicher wird es in der Kabine ein Glas Champagner geben, wenn wir Meister werden”, sagte Heynckes. Sollten die Bayern gegen Augsburg mit den ÖFB-Teamspielern Martin Hinteregger und Michael Gregoritsch nicht drei Punkte holen, können sie mit Schützenhilfe des HSV drei Stunden später als Meister feststehen.

Das Schlusslicht aus Hamburg empfängt den aktuell 17 Zähler zurückliegenden Tabellenzweiten Schalke 04. Während den HSV bei sieben Punkten Rückstand auf Rang 15 wohl nur noch ein kleines Wunder vom erstmaligen Abstieg retten kann, sind die Königsblauen unter Trainer Domenico Tedesco voll in Fahrt. Guido Burgstaller, Alessandro Schöpf und Co könnten mit dem siebenten Sieg in Serie eine Club-Bestmarke aufstellen.

Schalke (52 Punkte) würde im Kampf um einen der vier Champions-League-Startplätze damit auch die Konkurrenz aus Dortmund (48), Leipzig (46), Leverkusen (45) und Frankfurt (45) auf Distanz halten. Der BVB empfängt am Sonntag Stuttgart, Frankfurt hat Hoffenheim zu Gast. Zum Abschluss der Runde kommt es am Montag zum Duell zwischen RB Leipzig unter Trainer Ralph Hasenhüttl und Bayer Leverkusen.

Borussia Dortmund will nach den Enttäuschungen der vergangenen Wochen mit dem Europa-League-Aus gegen RB Salzburg und dem peinlichen 0:6 am vergangenen Wochenende bei den Bayern wieder in die Spur finden. “Kompliment an Tayfun. Aber am Sonntag ist Schluss mit lustig”, sagte Trainer Peter Stöger vor dem Spiel gegen den VfB, der unter Trainer Tayfun Korkut seit acht Spielen ungeschlagen ist.

Um die Konzentration nicht zu stören, schottete der Wiener sein Team ab. Entgegen sonstiger Gepflogenheit blieben die Tore zum Trainingsgelände in den vergangenen Tagen auch für Medienvertreter geschlossen. Stöger verspürt einen Stimmungswechsel: “In der fragilen Situation, in der wir uns befinden, geht es darum, dass wir zusammenhalten. Mein Empfinden ist, dass die Spieler das merken und enger zusammenrücken.”

Trotz der Lehrstunde von München sieht der 51-jährige Wiener keinen Grund, an der Zielsetzung zu zweifeln: “Uns ist allen klar, dass wir nach dieser Niederlage viel zu diskutieren hatten. Es war allerdings die erste Bundesliga-Niederlage seit drei Monaten.” Mit ernster Miene fügte Stöger an: “Die Ausgangslage ist nach wie vor gut. Wir glauben, dass wir das lösen können. Dass wir es auf den Platz bringen können und Ergebnisse einfahren können, haben wir oft genug gezeigt.”

Von: APA/dpa

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