Thomas Müller und Kollegen können entspannt ins Duell gehen

Bayern wohl ohne Alaba, Leipzig will Sieg “mit aller Macht”

Freitag, 02. Februar 2018 | 16:32 Uhr

Mit einem Sieg in Mainz will Bayern München am Samstag das Solo an der Spitze der deutschen Fußball-Bundesliga fortsetzen. ÖFB-Teamkicker David Alaba könnte dabei allerdings mit einer Hüftblessur fehlen. Im Duell um Platz zwei kommt es zum direkten Aufeinandertreffen zwischen Gladbach und Leipzig: “Bullen”-Coach Ralph Hasenhüttl strebt “mit aller Macht” einen Sieg an.

Alaba verriss sich laut Trainer Jupp Heynckes beim Training am Donnerstag leicht das Becken, stand beim Abschlusstraining am Freitag aber wieder auf dem Platz. “Man muss sehen, wie er sich fühlt”, sagte Heynckes. Ebenfalls fehlen wird Arturo Vidal, der wegen eines Magen-Darm-Infekts nicht trainieren konnte und definitiv ausfällt.

Bei den Bayern ist angesichts des 16 Punkte-Vorsprungs – so groß war der Polster eines Spitzenreiters vor der 21. Runde noch nie – einmal mehr das Werben um Heynckes ein Thema. Uli Hoeneß scheint nach wie vor auf eine Beschäftigung des Trainers über das Saisonende hinaus zu hoffen. “Dazu gibt es eigentlich nichts mehr zu sagen. Das ist vergebene Liebesmüh und ich finde, man sollte das Thema ad acta legen”, meinte Heynckes lapidar.

Im Gegensatz zu den Bayern muss Leipzig erst wieder in die Spur finden. Nach acht Pflichtspielen mit nur einem Sieg ist es höchste Zeit für den Vizemeister, voll anzuschreiben. Die Truppe des ÖFB-Trios Marcel Sabitzer, Stefan Ilsanker und Konrad Laimer hält bei 32 Punkten und somit einem mehr als der Gegner. “Ich glaube, es wird ein ziemlich interessantes Spiel werden, ist ja nicht umsonst ein Topspiel”, meinte Hasenhüttl. Ob Sturm-Neuzugang Ademola Lookman zum Einsatz kommt, blieb offen.

Erfolgserlebnisse konnte freilich auch Gladbach zuletzt kaum verbuchen. Nach nur zwei Siegen aus den vergangenen sieben Spielen fiel das Team aus dem oberen Tabellendrittel, zudem ist die Verletztenliste mittlerweile auf acht Spieler angewachsen. Dabei muss Trainer Dieter Hecking auf wichtige Stützen verzichten, darunter Torhüter Yann Sommer und Linksverteidiger Oscar Wendt. Zudem ist der Einsatz von Raffael fraglich.

Bayerns erster Verfolger Leverkusen (34 Punkte) geht mit großem Respekt in die Partie am Samstag beim Tabellen-Zwölften SC Freiburg. “Das wird eine ganz schwere Aufgabe, ein Spitzenspiel. Wenn man die letzten sechs Spiele nimmt, ist Freiburg auf Platz drei”, sagte Trainer Heiko Herrlich. “Freiburg ist eine Mannschaft, die sich wahnsinnig entwickelt hat. Die spielen mit viel Leidenschaft, da müssen wir hellwach sein”, sagte Herrlich, der allerdings ohne den an einer Grippe erkrankten defensiven Mittelfeldspieler und ÖFB-Teamkicker Julian Baumgartlinger planen muss. “Damit er niemanden ansteckt, bleibt er zu Hause”, sagte der Coach.

Von: APA/dpa